Wer Schuld an der Spitals-Misere trägt

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Wer Schuld an der Spitals-Misere trägt

Ein Kommentar von ÖSTERREICH-Politik-Chefredakteurin Isabelle Daniel.

Warnung. Virologin Judith Aberle berichtet von einem fünfjährigen Kleinkind mit Fünffach-Infektionen. Ähnliche Fälle werden in Deutschland ge­meldet. Virologinnen wie Monika Redlberger-Fritz warnten seit August, dass dieses Jahr neben einer Corona-Welle auch eine starke Influenza-Welle schon früh auftreten könnte und, dass FFP2-Masken und Impfungen dagegen schützen würden.

Überall – neben Österreich übrigens auch in Schweden – steigen die Hospitalisierungsraten. Zu viele Viren – zu wenig „Eigenverantwortung“ und politisches Gegensteuern – treffen auf zu wenig Ärzte und Pfleger. Kein Wunder, dass das Gesundheitspersonal – das sich von Teilen der Politik oder auf Social Media auch noch beschimpfen lassen muss – überfordert ist. Und wer ist jetzt verantwortlich? Wir alle.

Politik muss endlich aktiv werden

Aktion. Die US-Gesundheitsbehörde empfiehlt erstmals seit Monaten wieder allen in Innenräumen Maske zu tragen. Wenn man mit Covid oder Influenza infiziert wird, steigt auch das Risiko, sich mit anderen Viren oder Bakterien anzustecken – weil das Immunsystem geschwächt ist. Wenn man Symptome hat, sollte man zuhause bleiben – egal, ob es Covid, Influenza oder ein grippaler Infekt ist. Sonst wird dieser Winter noch grimmiger in Spitälern.

Die Politik wiederum muss mehr in Spitäler und den niedergelassenen Ärztebereich investieren. Statt nur (un)betroffen wegzuschauen.