Das sagt ÖSTERREICH

Wir brauchen ein schärferes Vorgehen!

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Das sagt ÖSTERREICH – ein Kommentar von Politik-Insiderin Isabelle Daniel zum Fall Florian Teichmeister.

Versagen. Der Umgang mit dem Fall Teichtmeister zeigt auf mehreren Ebenen ein Versagen. Obwohl seinem Arbeitgeber – dem Burgtheater – die Vorwürfe gegen den talentierten Schauspieler seit Herbst 2021 bekannt waren, erhielt er weiter Hauptrollen. Dabei hätte er – sagen mehrere Arbeitsrechtler – zumindest vom Dienst freigestellt werden müssen.

Das wäre etwa in den USA gewesen, wo die Strafen für den Besitz von Kinderpornografie teils drakonisch – in Florida erhält man gar „lebenslang“ – erhöht wurden. In Österreich haben Menschen, die „nur“ digitale Fotos besitzen, eine gute Chance, keinen Tag in Haft zu müssen. Niemand verlangt lebenslange Strafen wie in Florida, aber um die Prävention zu erhöhen, bräuchte es schärfere Strafen, als wir sie hier haben.

Kein digitales Delikt, sondern Missbrauch

Bewusstsein. Das ist auf mehreren Ebenen ein Problem: Die Herstellung solcher Fotos ist Kindesmisshandlung. Ohne Markt würden diese abscheulichen Bilder freilich gar nicht erst produziert werden. Kinderpornografie ist kein „rein digitales Delikt“, sondern damit eine indirekte Anstiftung zum Kindesmissbrauch oder zumindest deren Duldung. Und das muss zu einem härteren Vorgehen führen.

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