Corona-Lockerungen
Neuer Geheimplan: Zonen-Modell für Gastro-Öffnung
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Wien. Am 1. März wollen Kanzler Sebastian Kurz, Gesundheitsminister Rudolf Anschober mit Experten, Opposition und Landeshauptleuten über mögliche Lockerungen debattieren. Die nächsten Tage sind dabei jene, die zählen. Denn nur, wenn es keine klaren Steigerungsraten gibt, könne man vorsichtig weiter lockern, heißt es von der Regierung. Das heißt: Klettern die Neuinfektionsraten und der R-Wert – er liegt bereits bei 1,1 und bedeutet damit exponentielles Wachstum – weiter, wären Öffnungen vom Tisch.
Würden aber die Tests – angepeilt werden übrigens mindestens 400.000 pro Tag – und das Contact Tracing in allen Bundesländern wirklich funktionieren, wären etwa die Öffnungen von Gastgärten ein Thema.
Experten wie der Simulationsforscher Peter Klimek warnen aufgrund der mutierten Varianten (siehe rechts) vor zu raschen weiteren Öffnungsschritten. Der Infektiologe Florian Thalhammer sieht hingegen Möglichkeiten, die Gastronomie doch zu öffnen.
In Zonen mit niedrigen Zahlen Öffnungen?
Zonen. Der Druck auf die Regierung von Wirtschaftskammer, aber auch einigen Landeshauptleuten steigt so oder so. Regierungsintern wird jetzt angedacht, sich das italienische Zonen-Modell zum Vorbild zu nehmen:
- Konkret würde das bedeuten, dass künftig Bezirke mit einer Sieben-Tages-Inzidenz über 200 oder über 250 in einen Lockdown gehen müssten.
- Regionen, die unter 100 liegen, könnten hingegen Erleichterungen – wie Tagesgastronomie und Gastgärten – versuchen.
Das könnte auch zu einem Ansporn werden, Testen und Contact Tracing möglichst weiter zu steigern. Frei nach Rudolf Anschober werden die nächsten Tage jedenfalls „entscheidend“ sein.
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