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Bilanz

"Österreicher lieben die E-Card"

Derzeit gibt es in Österreich 8,2 Millionen aktive E-Cards. In Zukunft sollen auch medizinische Daten zentral gespeichert werden.

Die E-Card ist ein Jahr nach dem Abschluss des flächendeckenden Rollouts eine "einzige Erfolgsstory". Diese mehr als positive Bilanz zogen heute die Vertreter des Hauptverbands der Sozialversicherungsträger und Gesundheitsministerin Maria Rauch-Kallat (V). Sie präsentierten zwei Begleitstudien, die zeigen: die E-Card ist nicht nur in der Bevölkerung voll akzeptiert sondern mittlerweile auch bei den Ärzten.

92 Prozent verwenden die E-Card
"Die Österreicher lieben die E-Card, die Ärzte arbeiten mit ihr jetzt problemlos Tag für Tag", erklärte Vorstandschef Erich Laminger stolz. So hätten 92 Prozent der Versicherten die E-Card mittlerweile schon beim Arztbesuch verwendet. 90 Prozent, jener, die mit der E-Card bereits in einer Ordination waren, bestätigten, dass dabei technisch alles bestens funktioniert habe. Was die bisherigen Erfahrungen mit der E-Card betrifft, gaben 91 Prozent der Versicherten an, dass diese durchwegs positive ausgefallen sind. Vorbehalte gegenüber der E-Card betreffen noch am ehesten mögliche Probleme bei Kartenverlust.

Auch Ärzte-Akzeptanz steigt
Die Studien zeigen, dass auch die Ärzte mittlerweile die E-Card akzeptieren, so die Vertreter der Sozialversicherungsträger. Skepsis seitens der Mediziner kommt noch am ehesten aus dem Osten Österreichs und von Allgemeinmedizinern. Auch die immer wieder geäußerten Bedenken bezüglich der Sicherheit des Systems hätten sich als unbegründet herausgestellt, betonte Laminger: "Die E-Cards sind ein Hochsicherheitsnetz, das funktioniert."

Speicherung medizinischer Daten
Für Rauch-Kallat ist der bisherige Erfolg die perfekte Grundlage für den Ausbau der Nutzung der E-Card. Die wesentlichsten Projekte, die im nächsten Jahr in Angriff genommen werden sollen, sind die elektronische lebenslangen Gesundheitsakte (ELGA) , die volle Implementierung der E-Card in den Krankenanstalten und die elektronische Rezeptabwicklung sowie die elektronische Überweisungen. Bei den Projekten - insbesondere bei der ELGA, die die zentrale Speicherung medizinischer Daten ermöglichen soll, müsse man in Zukunft intensive Kommunikationsarbeit leisten, um der Bevölkerung die "Angst vor dem gläsernen Menschen" zu nehmen, sagte Rauch-Kallat.

8,2 Mio. Karten
Derzeit gibt es in Österreich 8,2 Millionen aktive E-Cards. 4,2 Prozent sind als verloren, gestohlen oder defekt gemeldet worden. Insgesamt mussten 1,2 Mio. Karten zusätzlich ausgestellt werden. Das Projekt hat insgesamt 116 Mio. Euro gekostet.

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