ÖVP auf Tiefstand, FP vorne

Polit-Umfrage

ÖVP auf Tiefstand, FP vorne

Strache würde gewinnen, Kerns Kanzlersessel wankt.

Strache im Höhenflug, SPÖ mit stabilen Werten – aber die ÖVP: Ihr droht ein Waterloo. Wäre heute Nationalratswahl, Österreich würde ein Polit-Erdbeben erleben, wie die aktuelle Gallup-Umfrage für ÖSTERREICH (800 Befragte Online & Telefon, 2. bis 4.11., max. Schwankungsbreite 4 %) zeigt.

■ Die FPÖ von HC Strache wäre die klare Wahlsiegerin: 35 % – ein Plus von einem Prozentpunkt im Vergleich zur letzten Umfrage vor zwei Wochen. Und fast 15 Punkte mehr als bei der letzten Wahl im Jahr 2013. Das wäre ein Sieg, der sich gewaschen hat.

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Kerns SPÖ hält sich gut – allerdings nicht gut genug

■ Die SPÖ hält sich gut, aber eben nicht gut genug: 
Christian Kerns Partei liegt mit 27 % deutlich vor ihrem Koalitionspartner ÖVP. Der Abstand zur FPÖ Straches ist aber mit acht Prozentpunkten fast genauso groß – und damit Platz 1 weit weg. Der Kanzlersessel der SPÖ wackelt deshalb gewaltig.

■ Und dann die ÖVP: 2013 hatte sie bei der Wahl knapp 24 %. Würde jetzt gewählt, käme Reinhold Mitterlehner mit seinen Schwarzen auf blamable 18  %. So schlecht waren die Schwarzen zuletzt in Spindeleggers letzten Tagen gelegen – und bei einer Wahl noch nie. Kein Wunder, dass der Ruf innerhalb der ÖVP nach Sebastian Kurz immer lauter wird.

CETA. Doch warum liegen die Schwarzen, die ja in der Flüchtlingsfrage einen ebenso harten Kurs wie die FPÖ fahren, so schlecht? Eine Antwort könnte bei CETA liegen – die ÖVP ist ja als einzige Partei klar für den Handelspakt mit Kanada.

Nein. Doch die Österreicher sehen das anders: Die Frage „Wir würden Sie bei einer etwaigen Volksabstimmung zu CETA abstimmen?“ beantworten gleich 67 % mit einem klaren Nein. Und: 63 % sind sogar dafür, dass der Bundespräsident den CETA-Vertrag blockiert – selbst wenn das Parlament diesen billigen sollte.



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