ORF-Betriebsrat: "Sie haben dem Unternehmen geschadet"

Zentralbetriebsrat Moser

ORF-Betriebsrat: "Sie haben dem Unternehmen geschadet"

Zentralbetriebsrat Gerhard Moser droht Online-Chef Thomas Prantner mit Konsequenzen.

Der Brief, den Moser an Prantner schrieb, liegt ÖSTERREICH vor: „Ihr profil-Interview war nicht nur unnötig, es hat auch dem Unternehmen erheblich geschadet. In einer seit Wochen aufgeheizten Situation im und rund um den ORF noch ein (Mist-)Schäuferl öffentlich nachzulegen, mit dem alleinigen Zweck der Eigenprofilierung, nenne ich undurchdacht und grob fahrlässig. Grob fahrlässig, weil sie nicht nur Angestellter des Unternehmens, sondern eine Führungskraft sind bzw. sein wollen.“

Drohung. „Was Sie getan haben, hätte bei jedem anderen, jeder anderen MitarbeiterIn dieses Hauses unmittelbare und schwerwiegende disziplinarische Konsequenzen. Dass es auch für sie zu Konsequenzen kommt, davon gehe ich schon aus reinen Gründen der Gleichbehandlung aus.“

Schmutzwäsche. „Man wäscht Schmutzwäsche eben nicht in aller Öffentlichkeit, noch dazu auf eine derart ungustiöse und politisch durchsichtige Art, wie Sie es betrieben haben. Was nämlich übrigbleibt von ihrem Profilierungstrieb, ist der Eindruck eines in sich zerstrittenen, führungslosen Unternehmens, in dem nun offenbar jeder sein öffentliches Scherflein zur Verschärfung dieser prekären Situation beitragen darf.“



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