ORF-Poker bis zuletzt

Wird Ö3-Chef Spatt TV-Direktor

ORF-Poker bis zuletzt

Der Politik-Insider von Isabelle Daniel.

Finale im Wahlkampf. Die Nervosität vor der ORF-Chefwahl am 10. August nimmt gerade massiv zu. Grüne und Blaue scheinen gerade mehreren Kandidaten zu signalisieren, dass sie sie wählen könnten. Keiner will sich (zu früh) in die Karten schauen lassen.

Doch diesmal hat aber die ÖVP alleine die Mehrheit im 35-köpfigen ORF-Stiftungsrat. 18 Stimmen sind nötig, die Türkisen sollen sogar bereits 20 bis 21 Stimmen hinter ihrem Favoriten, dem ORF-Finanzer Roland Weißmann, versammelt haben.

ORF-General Alexander Wrabetz gibt sich aber noch nicht geschlagen. Die roten Stiftungsräte dürften ihn ebenso wählen wie die SPÖ-nahen Betriebs­räte. Auch die eine Neos-ORF-Stiftungsratsstimme soll ihm sicher sein. Dazu würde es Blaue geben, die zu Wrabetz tendieren würden. Die dürften das aber eben auch anderen Kandidaten signalisiert haben. Zudem hofft er, dass der eine oder andere aus dem VP-Stiftungsrat ihm die Stimme geben könnte.

Außenseiterin. Auf eben jene Stimmen setzen freilich auch die Fans von ORF-1-Chefin Lisa Totzauer. Zudem gibt es auch Blaue, die damit kokettieren, sie zu wählen. Stiftungsratschef Norbert Steger dürfte aber zu Weißmann tendieren, den er für den wahrscheinlichsten Gewinner halte.

Ö3-Chef. Im Hintergrund wird kolportiert, dass die ÖVP den Grünen hingegen die Rolle des Fernsehdirektors ange­boten hat und dieser Job mit Ö3-Senderchef Georg Spatt besetzt werden könnte, der dem Grünen Werber Martin Radjaby-Rasset nahestehe. 



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