Die Bierpartei hat sich zwar aufgelöst, auf der hohen Kante dürfte aber noch ein kleines Vermögen sein. Was damit geschieht, ist offen.
Die Bierpartei von Musiker Dominik Wlazny war wohl die größte Überraschung als auch die größte Enttäuschung im Wahljahr 2024. Während die Partei in Umfragen streckenweise auf bis zu acht Prozent kam, wurden es am Ende magere zwei.
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Das Wahlprogramm war dünn und demokratische Strukturen wurden nicht wirklich aufgebaut. Wlazny und sein Vater konnten mehr oder weniger im Alleingang entscheiden, eine Demokratisierung der Partei wurde erst für nach der Wahl angekündigt. Dazu kam es aber bekanntlich nicht mehr, denn das "Bier"-Projekt wurde ad acta gelegt.
Vermögen von 120.000 Euro
Finanziell ist man aber locker über die Runden gekommen, wie der nunmehrige Rechenschaftsbericht zeigt. Demnach hatte die Partei Ende 2024 ein Vermögen von 120.000 Euro. Auf der Aktivseite sind Vermögensgegenstände, Bankguthaben und Geschäftsausstattung im Wert von 412.000 Euro. Auf der Passivseite sind Verbindlichkeiten von 275.000 Euro, berichtet die "Presse".
2024 nahm die Partei insgesamt 1,13 Millionen Euro ein. Davon entfallen 500.000 Euro auf die Parteienförderung, 400.000 auf Mitgliedsbeiträgen, der Rest auf Spenden.
Was mit dem verbleibenden Vermögen geschieht, ist offen. Eine Mitgliederversammlung kann es jedenfalls nicht mehr geben. Denn die Parteimitgliedschaft endet laut Statuten mit dem Jahresende. Heißt: Es gibt gar keine Mitglieder mehr.