Historiker

"Keinen Sinn mehr, FPÖ zu wählen": Erste blaue Kritik an Kickl

Der FPÖ-nahe Historiker Lothar Höbelt äußerte in einem Online-Kommentar scharfe Kritik an Parteichef Herbert Kickl. 

„Herbert Kickl, der ja offenbar Pferde liebt, hat sich auch ganz ohne Kanzlerbonus einen unverwechselbaren Platz in der österreichischen Geschichte gesichert – als das beste Pferd der Linken", schreibt der FPÖ-nahe Historiker Lothar Höbelt in einem Online-Kommentar nach dem Scheitern der Regierungsverhandlungen zwischen FPÖ und ÖVP. 

Das Vorgehen Kickls lasse sich logisch nicht mehr erklären: „Man kann aus dem vorliegenden Befund bloß den Schluss ziehen: Kickl will offenbar ganz einfach nicht.“ Die FPÖ lasse sich eine "nie wiederkehrende Chance" entgehen, "weil sich unser Alberich von Radenthein auf das Innenressort kapriziert". Alberich ist der herrschsüchtige Zwerg in Richard Wagners Opernepos „Ring des Nibelungen“, Radenthein ist Kickls Heimatgemeinde, wo er aufwuchs. 

Im Ö1-"Morgenjournal" legte Höbelt dann noch weiter nach. Wenn sich eine Partei das Kanzleramt, das Finanzministerium und eine Regierung "ohne Linke" entgehen lasse, "dann hat es keinen Sinn mehr, FPÖ zu wählen. Wozu denn?". 

Höbelt war bereits mehrfach beratend für die FPÖ tätig, so etwa bei der blauen Historikerkommission, die die Geschichte der Partei wissenschaftlich aufarbeiten soll.

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