Die Grünen liegen inzwischen vier Prozentpunkte vor den NEOS. Bei der Wahl 2016 hatte das noch anders ausgesehen.
Für nichts verantwortlich zu sein, zahlt sich aus in diesen Tagen. Und so kommt die FPÖ - bequem und gut gepolstert in der Opposition - in der aktuellen Lazarsfeld-Umfrage für oe24 (2.000 Befragte vom 16. bis 24. 3., max. Schwankung 2,2 %) weiterhin klar auf Platz 1. Doch die Gewinner der Woche sind die Grünen. Die Partei von Leonore Gewessler kann stark zulegen.
Das Ja der kleinen Oppositionspartei kam zwar erst am Mittwoch - also nach dem Erhebungszeitraum der aktuellen Umfrage. Mit den Grünen ging es aber schon davor bergauf: Im Vergleich zur Vorwoche kann Gewesslers Partei auf 11 % zulegen. Damit liegen sie um knapp 3 Prozentpunkte über dem Wahlergebnis von 2024, als sie 8,4 % hatten.
Was die Grünen aber noch mehr freuen wird: Damit haben sie die NEOS, die in der aktuellen Umfrage bei nur 7 % verharren, doch schon deutlich abgehängt - der Abstand ist inzwischen auf 4 Prozentpunkte angewachsen. Fazit: Opponieren tut gut, Regieren in Krisenzeiten schadet dem Ansehen schon deutlich. Zur Erinnerung: Bei der Nationalratswahl 2024 war die Partei von Beate Meinl-Reisinger mit 9,1 % klar vor den Grünen durchs Ziel gegangen.
ÖVP legt ein bisserl zu
Den anderen Ampelparteien geht es auch nicht besser. Gut, die ÖVP kann um einen Punkt auf 21 % zulegen, für eine Kanzlerpartei ist das aber schwach. Und die SPÖ dümpelt bei nur 18 % herum, drei Prozentpunkte unter dem Wahlergebnis 2024.
Am besten in der Opposition geht es aber der FPÖ. Aktuell verliert Herbert Kickls Partei zwar einen Punkt - mit 36 % ist man aber weiterhin unangefochtene Nummer 1.
Und auch in der Kanzlerfrage ist derzeit eben Kickl mit 32 % das Maß aller Dinge. Und Stocker mit nur 12 % hintennach.
Obwohl die KPÖ mit nur 3 % derzeit nicht in den Nationalrat käme, wäre die Ampelmehrheit dahin: ÖVP, SPÖ und NEOS hätten aktuell nur 90 Mandate, da fehlten zwei zum Regieren.