Die gefährlichen Flops von Gesundheitsminister Rauch

Politik-Insider

Die gefährlichen Flops von Gesundheitsminister Rauch

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Die Liste der Flops des grünen Gesundheitsministers Johannes Rauch wird leider immer länger.

Die Abwicklung der Corona- und Grippe-Impfung – er drohte einmal im September der Krankenkasse mit Konsequenzen und machte dann genau nichts – war und ist suboptimal. Zu wenig Impfstoff, zu wenig impfende Ärzte.

Dass Johannes Rauch, wie es etwa Gesundheitsstadtrat Peter Hacker nannte die Corona-Maßnahmen von „100 auf 0“ schraubte, und nun in der Diktion von Blauen von „Zwangsmaßnahmen“ redet, hat die Prävention in dem Land auch nicht gerade verbessert.

Dass der Grüne – und das Gesundheitsministerium ist dafür verantwortlich – aber auch nicht ausreichend vom für Risikogruppen lebensrettenden Anti-Corona-Medikament Paxlovid beschafft hat, setzt dem ganzen die Krone auf. Nachdem oe24 darüber berichtet hatte und die Aufregung auf X über den Mangel an Paxlovid mitten in einer extrem großen Corona-Welle erhöhte, twitterte Rauch, dass er sich darum kümmere, dass Apotheken, die kein Paxlovid mehr hätten welches bekommen.

Spannend: Denn bereits im Juni wurde durch eine parlamentarische Anfrage klar, dass die Lagerbestände von Paxlovid mit Ende des Jahres auslaufen und insgesamt 90.611 Dosen gelagert waren. Nachbestellt wurde nicht. Offenbar geht es auch hier um Kostengründen.

Und das bringt uns zur wirklich nachhaltigen Krux der Handlungen des Gesundheitsministers.

Denn just der Gesundheits- und Sozialminister hat nun auch noch das neue Medikamenten-Board forciert. Ab 2024 wird dieses Experten-Gremium „ohne Sachverstand“ (so Primar Richard Greil“ darüber entscheiden welche hochpreisigen Medikamente – etwa für Krebspatienten – noch eingesetzt werden dürften.

Der anerkannte Primar Greil findet für dieses Vorgehen sehr scharfe Worte: Die „Kosten werden über das Wohl der Patienten gestellt“. Rauch würde „naiven Menschen Sand in die Augen streuen“. Und: es werde „eine starke Verschlechterung der Patientenversorgung und eine erhöhte Sterblichkeit geben“. Ein Sozialminister (!), der den Weg für ein Gesundheitssystem à la USA – wer Geld hat und Medikamente kaufen kann, kriegt sie, der Rest muss zittern und warten – ist der größte Flop von allen. Und einer zu viel.

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