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FPÖ zittert vor Chats von Kickl-Vertrauten

Werden sein Handy und Laptop für FPÖ so brisant wie Schmids VP-Chats?

Wien. Vor einigen Wochen sicherte FPÖ-Chef Herbert Kickl seinem engen Vertrauten – Ex-FPÖ-Mandatar und bis zuletzt Mitarbeiter im Parlamentsklub Hans-Jörg Jenewein – nach einer Hausdurchsuchung noch „volle Unterstützung“ zu. Diese Woche ist Kickls „Mann fürs Grobe“ – Copyright: ein FPÖ-Spitzenfunktionär – nun aus seiner Heimat-Landesgruppe FPÖ Wien und damit aus der FPÖ an sich ausgetreten.

© APA/HANS PUNZ
Kickl Jenewein
× Kickl Jenewein
Kickl mit Jenewein (r.)

„Das war eine Flucht nach vorne“, sagt ein Blauer. Kickl habe getobt, nachdem er mitbekommen habe, dass Jenewein ein altes aufgezeichnetes Telefonat mit seinen Parteikollegen Markus Tschank und Markus Braun gespeichert habe. Handy und Laptop von Jenewein dürften eine Fundgrube für die WKStA sein. „Das könnte unser Thomas Schmid werden“, sorgt sich ein Blauer. Und: „Wer ein Telefonat aufnimmt, hat wohl nicht nur eines aufgenommen.“

BVT. Jenewein – der stets Unterstützung von Ultra-Rechten erhielt – dürfte eine Schlüsselrolle in der BVT-Causa gespielt haben. Seine Kontakte zu Ex-BVT-Mann Egisto Ott und mutmaßlich zum abgetauchten Jan Marsalek könnten „nur die Spitze des Eisbergs sein“, so ein Insider.