Politiker ließen Parkstrafen verschwinden

"Befehl kam von oben"

Politiker ließen Parkstrafen verschwinden

Stadtrechnungshof muss nun alle Storni von Politiker-Parkstrafen prüfen. 

Die ÖSTERREICH-Exklusiv-Story über den Korruptions-Skandal um die „stornierten Parkstrafen“ in Wien weitet sich nun gewaltig aus. Fünf Beamte wurden schon entlassen, weitere 50 Fälle werden derzeit von den Behörden untersucht. Es geht um den Verdacht, dass Parksheriffs Strafen aus dem Computersystem gelöscht haben.

Wahrscheinlich ist das aber nur die Spitze des Eisbergs: „Mir berichten Informanten aus dem Rathaus, dass es System hat, dass Spitzenbeamte des Rathauses und auch viele Politiker einfach anrufen und eine Stornierung ihres Parkzettels bestellen konnten“, erzählt Wiens FP-Vizebürgermeister Dominik Nepp jetzt im ÖSTERREICH-Gespräch.

Jetzt Sonderprüfung des Wiener Stadtrechnungshofs

Da er selbst aus Datenschutzgründen keine Einsicht in die Computer der MA 67 und der Polizei, die gemeinsam die Parksheriffs befehligen, nehmen kann, hat er jetzt eine Sonderprüfung des Stadtrechnungshofs beantragt.

Ermittlungen auch gegen einen SPÖ-Bezirksrat

„Mit den Stimmen der FPÖ wird diese Prüfung auch verpflichtend durchgehen. Ich will endlich wissen, wer da was gedreht hat“, so Nepp. Immerhin wird jetzt auch gegen einen SPÖ-Bezirksrat ermittelt, der hauptberuflich als Parksheriff tätig war.

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