Regierung

Billigere Lebensmittel: Chaos bei der Kassen-Umstellung

Das Softwareunternehmen BMD warnt angesichts der am Donnerstag beschlossenen Mehrwertsteuersenkung auf eine Reihe von Grundnahrungsmittel vor Chaos bei der Umstellung der Registrierkassen. 

"Gerade ältere Kassensysteme wurden nie für zusätzliche Steuersätze mit Kommastellen wie 4,9 Prozent konzipiert", sagt BMD-Geschäftsführer Markus Knasmüller. 

"Was politisch als Entlastung gedacht ist, bedeutet für viele Betriebe jetzt zusätzlichen Umstellungsaufwand, neue Kosten und steigenden Zeitdruck", so Knasmüller. Es gebe bereits erste "Service-Staus". In der Praxis aufwendig sei nicht nur die technische Umstellung, sondern die korrekte Zuordnung der betroffenen Produkte.

Unternehmen haben Zeit bis zum 1. Juli

Betroffene Unternehmen sollten die Zeit bis zum 1. Juli - ab dann gelten die neuen Steuersätze - rasch für eine Umstellung nutzen.

Grundsätzlich für die Umsatzsteuersenkung sprach sich dann der Gewerkschaftsbund ÖGB aus. "Zu kritisieren ist, dass die Mehrwertsteuersenkung nicht durch eine Preismonitoring und Preiskontrolle entlang der Wertschöpfungskette flankiert wird", merkt Angela Pfister, Leiterin des volkswirtschaftlichen Referats im ÖGB, an.

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