Die Regierung hat sich vorgenommen, ab März die Arbeiten an der geplanten Fachkräftestrategie in Angriff zu nehmen.
Mit dieser will man den demografischen und technologischen Veränderungen Rechnung tragen, wie Arbeitsministerin Korinna Schumann (SPÖ) am Mittwoch nach dem Ministerrat erklärte. Federführend ist Schumanns Ressort unter Beteiligung des Wirtschafts- und des Bildungsministeriums.
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Die Arbeitswelt erfahre einen "tiefgreifenden Umbruch", so Schumann. Die Gesellschaft altere und werde gleichzeitig immer digitaler. "Erstmals seit 1950 schrumpft die Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter und Österreich fehlen aktuell rund 200.000 qualifizierte Arbeitskräfte", betonte die Arbeitsministerin. Oftmals scheitere es daran, dass Arbeitssuchende nicht die nötige Qualifizierung aufweisen können. Daher brauche es nun eine Strategie, um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken. Auch könne die auf den Weg gebrachte Industriestrategie nur dann erfolgreich sein, "wenn es Menschen gibt, die sie tragen".
Wie im Regierungsprogramm vorgesehen, soll die künftige Fachkräftestrategie drei Säulen aufweisen, nämlich eine Qualifizierungsoffensive, die Stärkung der Lehre und die Hebung des Potenzials internationaler Fachkräfte als ergänzende Maßnahme. Zudem erinnerte Schumann, dass Arbeitsmarktpolitik allein nicht ausreiche: "Es müssen auch die Rahmenbedingungen wie Kinderbetreuung, Pflege, Mobilität und leistbares Wohnen stimmen." Überhaupt sei eine höhere Erwerbsbeteiligung von Frauen der Schlüssel.
Auch Eibinger-Miedl und Wiederkehr begrüßen Strategie
Die Arbeitswelt unterliege, wie die ganze Gesellschaft auch, einem "starken Wandel", zudem verändert sich der Arbeitsmarkt "rasant", so Bildungsminister Christoph Wiederkehr (NEOS): "Daher haben wir uns auf die Fachkräftestrategie verständigt." Besonders wichtig werde es dabei sein, die Lehre weiter zu stärken, schließlich funktioniere die duale Ausbildung mit Lehre "ausgezeichnet". Erleichterungen soll es künftig auch bei der Rot-Weiß-Rot-Card geben.
Auch ÖVP-Finanzstaatssekretärin Barbara Eibinger-Miedl sieht es als "Gebot der Stunde, dass wir eine entsprechende Strategie aufsetzen". Am Mittwoch habe man den Startschuss dafür gesetzt. Trotz budgetärer Herausforderungen würden dafür entsprechende Gelder zur Verfügung gestellt, so Eibinger-Miedl. Schließlich habe jeder Euro in diesem Bereich "große Auswirkungen".