ÖVP spricht von "Packelei"

Rot und Blau einig: Neuwahl-Termin am 29. September

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ÖVP kritisiert das als 'Packelei'. 

Beim Termin für die Neuwahl ist ein Termin nun offenbar für zwei Parteien beschlossene Sache: SPÖ und FPÖ haben sich laut Medienberichten bei einer Sitzung der Klubobleute auf den Neuwahltermin 29. September festgelegt.

Der stellvertretende SPÖ-Klubobmann Jörg Leichtfried beharrte am Dienstagnachmittag auf dem 29. September als Wahltermin. "Einen Wahlkampf im Hochsommer, wenn viele Wahlberechtigte ihren wohlverdienten Urlaub verbringen, und einen überhasteten Wahltermin direkt nach Schulbeginn, lehnen wir ab", argumentierte Leichtfried in einer schriftlichen Stellungnahme gegenüber der APA.
 
"Die Wählerinnen und Wähler müssen die Möglichkeit haben, sich über Positionen und Pläne der Parteien ausreichend zu informieren. Wenn wir davon ausgehen, dass am 8. September die Ferien zu Ende sind, erscheinen drei Wochen bis zum 29. September als kurzer aber angemessener Zeitraum dafür", meinte der stellvertretende SPÖ-Klubobmann.

Die ÖVP bevorzugte den 15. oder 22. September. Klubobmann Wöginger kritisierte entsprechend die Übereinstimmung der beiden Fraktionen als "rot-blauen Deal beim Wahltermin"; und zwar, wie er betonte, entgegen dem Wunsch von Bundespräsident Alexander Van der Bellen nach einer frühen Wahl. Die ÖVP habe noch den 22. September angeboten, dies sei aber ebenfalls abgelehnt worden. "Rot-Blau packelt und ist nicht zu Kompromissen bereit", so Wöginger.

Im Hauptausschuss wird Termin fixiert

Für den Klubobmann war all das eindeutig, wirklich fixieren werden den Wahltermin allerdings erst Bundesregierung und Hauptausschuss. Im Neuwahlantrag, der kommende Woche im Verfassungsausschuss behandelt und dann im Nationalrat beschlossen wird, ist bezüglich Termin nur vom "September 2019" die Rede.

Den früheren Termin wolle die ÖVP, um langen Stillstand und einen unnötig langen Wahlkampf zu vermeiden, so Wöginger. Die Menschen würden sich erwarten, dass in der Politik rasch wieder Handlungsfähigkeit einkehre.
 
Dass es in der Partei selbst Widerstände gegen den 15. September gab, weil (wie der "Standard" berichtete) an diesem Tag die niederösterreichische Bauernbund-Wallfahrt nach Mariazell und das "Aufsteirern"-Trachtenfest in Graz stattfindet, ließ man im Parlamentsklub nicht gelten. Der 15. sei der Wunschtermin der ÖVP, alles andere sei SPÖ-Propaganda, so eine Sprecherin.
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