Schlepperjagd mit Drohnen

Grenze aus der Luft kontrolliert

Schlepperjagd mit Drohnen

Zwei unbemannte Flieger filmen Tag und Nacht Bewegungen zwischen Ungarn und Österreich.

Jetzt beginnt die Hightech-Jagd auf Schlepper und illegale Einwanderung. In dieser Woche startet die Überwachung der Grenze zwischen Ungarn und Österreich auch aus der Luft.

„Tracker“. Bundesheer-Drohnen (1,6 Meter lang, 3,6 Meter Spannweite, 90 km/h) werden aus einer Höhe von bis zu 600 Metern alle Bewegungen registrieren.

Drohnen liefern bei Tag und Nacht scharfe Bilder

  • Zwei der unbemannten Flugzeuge werden jetzt an der burgenländische Grenze stationiert.
  • Sie sollen die grüne Grenze überwachen, also aus der Luft Menschen erkennen, die zu Fuß alle Kontrollen umgehen.
  • An Bord haben die Drohnen hochauflösende Kameras mit einer Tag- und Nachtsicht-Funktion.
  • Auch bei Regen sind die ferngesteuerten Flieger einsetzbar.
  • Die aufgenommenen Bilder werden in Echtzeit an die „Bodenkontrollstation“ (sieht aus wie ein Laptop) gefunkt und dort sofort ausgewertet.
  • Das Bundesheer kaufte vor einem Jahr 18 „Tracker“-Drohnen. Kosten: etwa drei Millionen Euro.

Seit einer Woche wird Grenze verstärkt bewacht

Hintergrund dieser Aktion: Laut Innenministerium gibt es – trotz gesperrter Balkan-Route – bereits steigende illegale Einreisen. Schlepper haben wieder Hochkonjunktur.

Seit genau einer Woche werden an der Grenze in Nickelsdorf verstärkt Fahrzeuge kontrolliert. Im Einsatz sind 160 Beamte der Polizei. Das Bundesheer unterstützt sie bei dieser Aufgabe.

Vor allem Kleinbusse und Lkws werden gestoppt und durchsucht. Sehr zum ­Ärger vieler Autofahrer: Denn als Reaktion führten auch die Ungarn sofort wieder Grenzkontrollen ein. Das Resultat: Bis zu 30 Kilometer Stau bei der Ausreise aus Österreich.

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