Wissenschaft

Sie lässt Arme nachwachsen: Millionen-Preis für Forscherin

Die US-amerikanische Biochemikerin Elly Tanaka erhält Österreichs wichtigsten Wissenschaftspreis. 

Die Amerikanerin Elly Tanaka erhält den mit 1,9 Millionen Euro dotierten Wittgenstein-Preis des Wissenschaftsfonds FWF. Tanaka leitet seit 2024 das IMBA – Institut für Molekulare Biotechnologie der Akademie der Wissenschaften. Die Biochemikerin erhält den Preis für ihre Forschungsarbeit im Bereich der Regenerationsforschung, in deren Zentrum ein kleines, aber zugleich spektakuläres Tierchen steht: der Axolotl.

Axolotl

Der Axolotl kann verlorene Körperteile wie Gliedmaßen und sogar Teile des Rückenmarks vollständig nachbilden. 

© ÖAQ/Hloch

Die im Wasser lebenden Schwanzlurche können verlorene Körperteile wie Gliedmaßen oder sogar Teile des Rückenmarks vollständig nachbilden. Damit helfen sie der Forschung von Tanaka, grundlegende Fragen zur Selbstheilung des Körpers zu beantworten und liefern wegweisende Impulse für die moderne Biomedizin. Damit helfen sie der Forschung von Tanaka, grundlegende Fragen zur Selbstheilung des Körpers zu beantworten und liefern wegweisende Impulse für die moderne Biomedizin.

Tanaka will Geld investieren

Tanaka zur Preisverleihung: „Die Auszeichnung fällt in eine aufregende Phase der Regenerationsforschung, in der neue Entdeckungen unser Verständnis von Gewebereparatur und -plastizität rasch wandeln. Der Preis wird es mir ermöglichen, in die nächste Generation von Wissenschaftler:innen zu investieren und jungen Forschenden im Labor den nötigen Freiraum und die Ressourcen zu geben, um herauszufinden, wie Erkenntnisse vom Axolotl auf Säugetiersysteme übertragen werden können.“

ÖAW-Präsident Heinz Faßmann ist voll des Lobes für die Preisträgerin: „Tanaka ist eine exzellente Wissenschaftlerin und eine Pionierin der Regenerationsbiologie. Ihre Forschung an den Axolotl macht sie durch ihre anschaulichen Erklärungen und das ansprechende Forschungsobjekt auch einer breiten Öffentlichkeit zugänglich."

Von Harvard nach Wien

Die in den USA geborene Elly Tanaka studierte Biochemie an der Harvard University und promovierte an der University of California, San Francisco. Während ihres Postdocs am University College London entdeckte sie ihre Leidenschaft für die Regenerationsforschung – ein Thema, das sie bis heute prägt. 1999 gründete sie ihr eigenes Labor am Max-Planck-Institut in Dresden, übernahm später eine Professur und die Leitung des Zentrums für Regenerative Therapien (CRTD). 2016 wechselte sie ans Institut für Molekulare Pathologie (IMP) in Wien und ist seit 2024 Wissenschaftliche Direktorin des IMBA – Institut für Molekulare Biotechnologie der ÖAW.

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