Prominente Österreicher von Tatort-Star Krassnitzer bis Ski-Legende Klammer sagen, was sie über den Wahl-Ausgang denken.
SPÖ und ÖVP haben bei der Nationalratswahl trotz Verlusten sowohl die gemeinsame Stimmen- wie auch die Mandatsmehrheit verteidigt. Laut vorläufigem Endergebnis kam die SPÖ mit 27,1 Prozent auf Platz eins vor der ÖVP mit 23,8 Prozent. Dahinter folgten FPÖ und Grüne, die beide Zuwächse verbuchten. Neben dem Team Stronach schafften auch die NEOS den Parlaments-Einzug, das BZÖ scheiterte hingegen.
Das sagen die Promis zur Wahl
Harald Krassnitzer, »Tatort«-Star Ich habe mir für die SPÖ mehr erwartet. Ich habe auch nicht gedacht, dass die Sozialdemokraten in der Steiermark so abstürzen. Die Ursachen muss man analysieren. Ansonsten kann man nur hoffen, dass es am Ende der Stimmenauszählung die Basis für eine gesunde Koalition gibt, sei's Rot-Schwarz oder Rot-Schwarz-Grün. Ich finde das gute Abschneiden der NEOS durchaus spannend , offensichtlich konnten sie mit relativ wenig Aufwand in urbanen Gebieten neue Wähler ansprechen. Ich empfinde die NEOS als Bereicherung der politischen Landschaft. Hinsichtlich des Teams Stronach bin ich froh, dass es nicht so weit gekommen ist, wie ursprünglich vernutet, da hat man ja schon von 10 Prozent gesprochen. Von den Grünen habe ich mir mehr erwartet, sie konnten ja von den Wunden der Großparteien "lecken". Die Stärke der FPÖ hat wie immer mit dem Potenzial an Protestwählern zu tun, die in der Wahlkabine den Großen eins auswischen.
© APA
Zoran Barisic, Rapid-Trainer Ich habe dieses Wahl-Ergebnis erwartet, denn es entspricht allen vorweg abgegebenen Prognosen. Die FPÖ spricht eine gewisse Klientel an und kommt vor allem bei den jungen Leuten gut an. So erkläre ich mir den Zuwachs von fast fünf Prozent.
© APA
Steffi Graf, Olympia-Zweite 2000 Demokratiepolitisch freut mich, dass es jetzt ein breiteres politisches Spektrum gibt. Es zeigt, dass die Leute etwas anderes wollen. Auch wenn der ganz große Veränderungs-Ruck ausblieb, ergeben sich jetzt Super-Möglichkeiten. Ich hoffe, dass die neue Situation genützt wird, um etwas zu ändern, damit es nicht bei den alteingefahrenen Mustern bleibt.
© APA
Wahlparty der FPÖ in Wien