So wählten die Landeshauptstädte

Hofburg-Wahl

So wählten die Landeshauptstädte

Blauer Kandidat fünf Mal voran, Van der Bellen vier Mal.

In den Landeshauptstädten hat das Duell der verbliebenen Hofburg-Bewerber Norbert Hofer (FPÖ) und Alexander Van der Bellen (Grüne) schon in Runde eins der Präsidentenwahl getobt. Der Freiheitliche sicherte sich fünf Mal Platz eins, der Grüne vier Mal, darunter aber die größten Städte des Landes Wien und Graz.

SPÖ-Blamage in Wien
In der Bundeshauptstadt ging es heiß her. Van der Bellen holte 32 Prozent der Wähler ab, Hofer immerhin deren 29. Blamabel war das Ergebnis Rudolf Hundstorfers (SPÖ), der im "roten Wien" gerade einmal auf 12,3 Prozent der Stimmen kam. Noch viel schlimmer war es im ehemals "roten Graz" mit 6,9 Prozent. Dass er selbst mit diesem mickrigen Ergebnis noch vor VP-Kandidat Andreas Khol (6,1 Prozent) lag, wird ein schwacher Trost sein.

Khol ließ Städter kalt
Für den früheren Nationalratspräsidenten lief es in den Städten überhaupt nicht. Eisenstadt, nicht unbedingt eine Metropole, war die einzige Landeshauptstadt, in der Khol zweistellig wurde. Am Allerschlimmsten erwischte es ihn in Klagenfurt mit 5,6 Prozent. Nicht viel besser sah es in Wien aus, wo nur 5,7 Prozent der Wähler Khol als Bundespräsidenten haben wollten.

Deutlich besser in den Städten hielt sich die ebenfalls dem bürgerlichen Lager zugerechnete Irmgard Griss. Ihre Werte lagen zwischen 17,1 Prozent in Eisenstadt und St. Pölten und 26,4 Prozent in Graz und Klagenfurt.

Letztlich waren es aber dann doch die Städte, die den Unterschied für Van der Bellen im knappen Ringen um Platz zwei machten. Neben Wien und Graz entschied der Grüne auch noch Innsbruck und Bregenz für sich. Das beste Ergebnis holte er in seiner unmittelbaren Heimat Innsbruck mit 32,6 Prozent. Unter die 20 Prozent rutschte Van der Bellen nirgendwo. Die 20,5 Prozent in Klagenfurt waren sein schwächstes Resultat.

Lugner in Klagenfurt mit besten Ergebnis
Hofer-Hochburg war Eisenstadt mit 36,2 Prozent. Die wenigsten Wähler konnten sich in Graz (26,9 Prozent) für einen Präsidenten Hofer erwärmen.

Richard Lugner schlug sich in Klagenfurt am besten, wo er fast drei Prozent überzeugte.
 



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