Julia Herr

Partei in der Krise

SPÖ wird Julia Herr nicht los

Die SPÖ will jetzt auch eine 'Bewegung' werden. Am Freitag fällt der Startschuss.

Wien. Die rebellische Vorsitzende der Sozialistischen Jugend, Julia Herr, holte auf den letzten Metern ein Nationalratsmandat. Damit wird sie weiter eine laute Stimme der SPÖ bleiben, auch wenn aus dem kolportierten Job als Bundesgeschäftsführerin nichts geworden ist.

Bereits in ihrem Dankes­posting drängte Herr wieder auf Reformen in der Partei: „Es braucht eine inhaltliche, organisatorische und personelle Erneuerung unserer Partei. Ich werde dafür kämpfen.“

Erneuerung. Den „Startschuss für eine Erneuerungsbewegung“ gibt der neue Bundesgeschäftsführer Christian Deutsch kommende Woche. Denn in der Partei brodelt es – nicht zuletzt wegen der Bestellung Deutschs, mit dem die alte Truppe um Ex-Kanzler Werner Faymann endgültig wieder zurück ist. Am Mittwoch trifft Deutsch erstmals mit den zum Teil äußerst kritischen Landesgeschäftsführern zusammen. Am Freitag gibt es eine Klausur des wichtigsten roten Gremiums, des Parteipräsidiums. Das Stichwort „Bewegung“ verweist auf die „Öffnung“ der Partei, die Deutsch verspricht. Diese haben auch schon Sebastian Kurz mit seiner „türkisen Bewegung“ und etwa in Frankreich der Ex-Sozialist Emmanuel Macron mit „En marche“ vorgemacht.

(knd)



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