Wahlkampf

Strache startet "Kampf um Wien"

Strache: "Tauschen wir unsere Politiker aus, bevor sie die eigene Bevölkerung austauscht"

Als erste der Wiener Rathausparteien hat die FPÖ am frühen Freitagabend ihren Wahlkampfauftakt absolviert. Am Favoritner Viktor-Adler-Markt - traditionell blaues Aufmarschgebiet - setzte Parteichef und Wiener Spitzenkandidat Heinz-Christian Strache zu seiner rund 75-minütigen Rede an. Im Mittelpunkt standen das Flüchtlingsthema und die erhoffte "Revolution gegen die rot-grüne Aristokratie".

Video zum Thema: FPÖ Wahlkampf-Start


Strache will dienen
Strache sprach von einer historischen Chance, dass die Freiheitlichen am 11. Oktober erstmals zur stärksten Kraft der Bundeshauptstadt werden. Er werde dann selbstverständlich als Bürgermeister ins Rathaus einziehen und dort als "Diener der Bevölkerung" werken. Mit einem kräftigen Schuss Pathos rief er seine fleißig Österreich-Fähnchen schwenkende Anhängerschaft auf, auch vom Stimmrecht Gebrauch zu machen: "Ihr habt alle die gleiche Kraft wie ich. Wir haben alle eine Stimme."

Video zum Thema: H.C. Strache mit seinen Fans


Der blaue Chef träumte - ganz getreu den derzeit affichierten Wahlkampfplakaten - von "süßer Rache". Sollte die FPÖ Erste werden, werde es in der SPÖ ein Erdbeben geben, wonach kein Stein auf dem anderen bleibe, prophezeite er. Er als Stadtchef werde allerdings den Roten die Hand für eine Regierungszusammenarbeit reichen. "Tauschen wir unsere Politiker aus, bevor sie die eigene Bevölkerung austauscht", polterte Strache in die Menge.

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Strache startet
× Strache startet

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Hauptthema: Flüchtlinge
Damit war der Wiener Spitzenkandidat bei jenem Thema angelangt, das ihm das meiste Gejohle seitens des Publikums entgegenbrachte: Flüchtlinge und Migration. Strache warnte erneut vor einem "Massenansturm" auf Europa und Österreich, wetterte gegen die "Schleppermafia" und forderte Grenzzäune an der österreichischen Grenze. Denn man errichte ja auch Hauszäune, damit nicht jeder Fremde das eigene Grundstück betrete.

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Strache startet
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Verfolgte im Sinne der Genfer Konvention müsse man freilich Hilfe angedeihen lassen - im Gegensatz zu "Wirtschaftsflüchtlingen", die von allen Kontinenten aufbrächen, "weil sie hören: Wenn du einmal deinen Fuß auf europäischen Boden gesetzt hast, kannst du bleiben". Strache fürchtete auch um die "christlich-abendländische Identität", um hiesige Bräuche und Gepflogenheiten wie den Weihnachtsbaum und das Kreuz in Schulklassen. "Wer glaubt, uns diese wegnehmen zu können, der soll besser heute als morgen das Land verlassen."

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Strache startet
× Strache startet

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Der FPÖ-Obmann kritisierte die rot-grüne Stadtregierung - angefangen von Gebühren über Arbeitslosigkeit bis hin zum Mangel an Sozialwohnungen bzw. deren Vergabe. Da herrsche in Wien offenbar das Motto: "Willst du eine Wohnung haben, brauchst du nur ein Kopftuch tragen." Sollte er Stadtchef werden, versprach Strache u.a. mehr direkte Demokratie, ein striktes Bettelverbot und 1.500 zusätzliche Sicherheitsbeamten, die er - wenn sie das Innenministerium nicht stelle - aus dem Stadtbudget bezahlen und nicht zuletzt in "Problem-Gemeindebauten" schicken will. Im Zusammenhang mit der Kritik an Zahlungsbeteiligungen für Griechenland durfte aus Illustrationszwecken auch die Mindestpension des "alten Muatterls" nicht fehlen.

Wieder Fahnenschwenken
Zum Schluss schwenkte Strache gemeinsam mit dem Wiener Klubchef und Statthalter Johann Gudenus sowie dem blauen Neuzugang, der bisherigen ÖVP-Bezirksvorsteherin Ursula Stenzel, zu den Klängen der Bundeshymne die Österreich-Flagge. Stenzel hatte zuvor in einem zehnminütigen Gastauftritt versichert: "Ich bin hier in Favoriten, das ist schon ein großes Gefühl." Sie bekräftigte, Strache vollinhaltlich in seiner Politik zu unterstützen und erneuerte ihre Kritik an der "Ausgrenzung" der FPÖ seitens anderer Parteien. Dass die Blauen fremdenfeindlich und neonazistisch seien, behaupte die SPÖ, um sich an ihre Macht zu klammern. Sie selbst mit ihrem bürgerlichen und christlich-jüdischem Hintergrund stehe jedoch für die Öffnung der FPÖ, meinte sie. Danach intonierte die John-Otti-Band die neue Wahlkampfhymne "Immer wieder Österreich".

Auf Seite 2 finden Sie den Live-Ticker zum Nachlesen.



 19:34

Wir verabschieden uns vom Live-Ticker und wünschen einen angenehmen Abend.

 19:27

Strache tritt ab

Jetzt geht es ans Autogrammeschreiben für den FPÖ-Chef.

 19:25

 19:24

Und jetzt noch einmal John-Otti-Band

 19:19

Die Bundeshymne wird gespielt

Stenzel, Vilimsky, Stenzel und Strache schwenken die Fahne und singen die Hymne.

 19:17

Letzte Worte

"Mit mir wird Wien eine bessere Stadt! Glück Auf! Gemmas an!"

 19:14

Strache will dienen

"Gemmas an! Am 11. Oktober wird eine neue Zeit anbrechnen, ein Wien wo wir das Rathaus öffnen! Ich will euch dienen!"

 19:12

Strache will stimmstärkste Partei stellen

"40 % ist realistisch". Damit will er Bürgermeister werden, und er will die SPÖ nicht ausgrenzen: "Kommts zur Vernunft!"

 19:11

Historische Chance

"Wir haben eine historische Chance, um Rot-Grün zu überwinden, und das ist notwendig, um Wien zu befreien"

 19:10

"Tauschen wir unsere Politiker aus, bevor sie unsere Bevölkerung austauscht"

Wieder "HC"-Chöre.

 19:06

Langsam wird Strache heiser

Straches Stimme überschlägt sich mittlerweile immer wieder.

 19:05

80% junge Männer unter den Flüchtlingen

"Hätten wir solche Situationen hier bei uns, würden wir nicht flüchten, sondern bei der Familie bleiben, um sie zu beschützen."

 19:03

Einmal um die ganze Welt

Jetzt geht es nicht mehr um Syrien, sondern um Afrika: "Afrikaner wollen alle nach Europa, sie könnten auch in den Süden gehen, aber nein sie wollen ins Schlaraffenland"

 19:00

Strache zu IS

"Wer hat denn in den Regionen den Wahnsinn hinterlassen? Das war die Nato und die Amerika!"

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 18:59

Und jetzt geht es gegen Werner Faymann

"Asylthema sei jetzt Chefsache! Was? Ich sehe keinen Chef"

Erneut brandet Jubel auf.

 18:56

Strache: "Massenansturm"

"Das Bundesheer muss an die Grenzen!"

 18:56

Jubel brandet auf

 18:55

"Moderne Völkerwanderung"

"Menschen, die wirklich um ihr Leben fürchten müssen, die haben jeden Schutz verdient, das ist unsere Verpflichtung, aber nicht für jene, die dieses Recht missbrauchen wollen, und das ist die Mehrheit!"

 18:51

Rauchverbot und Schweinsbraten

"Was hat der Staat bei uns im Privaten zu suchen!? Jeder Gastronom soll selber entscheiden! Wir sind doch freie Bürger, wir können ja selbst entscheiden wo wir hingehen." Nächstes mal werden sie sagen, wenns't einen Schweinsbraten isst, ernährst dich ungesund und musst Strafe zahlen"

 18:48

Bundeshmynen-Debatte

"Freu mich schon morgen bei der Nationalmanschaft wieder die originale Version zu singen.

Keiner einzigen Frau ist mit der Verhunzung geholfen, notwendig ist gleicher Lohn"

 18:47

Strache wieder in Opferrolle

Strache "Wir werden hingestellt als Hetzer und Hassprediger"

 18:44

Strache Rundumschlag

Jetzt geht's gegen die Griechen: "Da ist das Geld da, bei den eigenen Leuten nicht, überall nur Kürzungen"

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 18:43

Strache: "Wir brauchen mehr Lehrlinge!"

 18:41

"Links-Linke" und die Schule

"Alle sind gleich, das sagen sie immer, auch im Schulbereich! Wohin führt denn das, wenn wir unsere Kinder gar nicht mehr benoten? Leistung soll belohnt werden!"

 18:37

Strache spricht sich für Bettlerverbot aus

 18:35

Ausländerkriminalität

"Fast die Hälfte aller Straftäter ist kein österreichischer Staatsbürger".

 18:33

Wien und die Kirminalität

Strache spricht von Wien als "Brennpunkt der Kriminalität".

 18:32

Kein Ausländerwahlrecht unter Strache. "HC"-Sprech-Chöre.

 18:30

Zurück zu Ausländer

"Verpatzte Integrationspolitik"

"Deutsch, statt nix verstehen"

Zur türkischen Liste: "Signal völligen Scheiterns, der Integrationspolitik"

 18:29

Strache gegen Demonstrationen

Er will Demos eindämmen, Stichwort: Ring

 18:28

Parkpickerl

"Der Wiener soll in Wien parken dürfen, und der Nicht-Wiener soll zahlen"

 18:27

Strache: "1/3 des Jahresbudget Wiens geht in parteinahe Vereine! Hier wird unverantworrtlich mit Steuergeld umgegangen"

 18:26

Strache reimt wieder...

"Willst du eine Wohnung haben, brauchst du nur ein Kopftuch tragen"

 18:24

Strache: "Häupl lügt"

"Häupl lügt beim Thema soziale Wohnungen, es gibt keine neuen, er stellt sich hin und lügt"

 18:22

Jobs?

"Wie will man 70-80.000 Asylwerber in den Arbeitsmarkt integrieren?"

 18:21

Jetzt zum Ausländerthema

Strach spricht von "Asylwerber" in Anführungszeichen.

 18:19

Rot-Grün als Feindbild

Strache: "Wien hat die höchste Arbeitslosigkeit, Tendenz steigend!"

Strache zeichnet außerdem das Bild eines wirtschaftsfeindlichen Wiens, Stichwort: Gebührenerhöhung.

 18:18

Strache: "Häupl hat Wien Vassilakou überlassen"

 18:16

"Die Politiker glauben Wien ist ihr Eigentum! Am 11. Oktober wird es eine Revolution geben!"

 18:14

"Wien ist einzigartig"

Strache ist schon richtig im Wahlkampf-Modus: "Wien seid ihr, ihr! Unsere Fans"!

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 18:13

Strache betritt die Bühne

Jubel bricht aus.

 18:11

...und Ursula Stenzel weht mit Österreich-Fahne

 18:10

Dem Publikum gefällt's

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 18:08

John-Otti-Band mit der FPÖ-Hymne

 18:07

Stenzel tritt ab

 18:06

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 18:03

Stenzel spricht über die aktuelle FLüchtlingskrise und plädiert für den Schutz der EU-Außengrenzen. "Die Grenzen werden überrant", sagt sie. Auch eine zeitweilige Aufhebung der Schengrengrenzen hält sie für sinnvoll.

 18:02

Stenzel: "20 Jahre Häupl sind genug"

 18:01

 17:58

 17:58

Einige Zwischenrufe gegen Stenzel sind zu hören

 17:57

Ursula Stenzel betritt die Bühne

Stenzel: "Das ist ja eine tolle Begrüßung"

 17:55

Die Stimmung ist aufgeheizt

Die Worte von Gudenus gehen in der schreienden Masse beinahe unter. Die Stimmung ist sehr aufgeheizt.

 17:50

Gudenus wettert weiter gegen Häupl

Gudenus ist jetzt richtig in Fahrt gekommen und wettert weiter gegen Häupl, so hätte "Häupl dem Islamismus Tür und Tor geöffnet", so Gudenus.

 17:50

"Homo-Ampel braucht keiner!"

Gudenus: "Wir brauchen kein gendern, sondern Arbeitsplätze"

 17:48

Gudenus: "Häupl soll endlich das Rathaus verlassen"

Großer Jubel bricht aus.

 17:46

Es geht los!

Johan Gudenus tritt ans Rednerpult: "Die blaue Familie ist gewachsen"

Die FPÖ schätzt, dass 5000 Anhänger zum Wahlkampfauftakt gekommen sind.

 17:46

Demonstration gegen Strache

Auch eine Demonstration hat sich angekündigt. Unter dem Motto "Sei laut gegen Rechts!! Sei laut gegen Strache!!" wollen 460 Demonstranten (laut Facebook) gegen den FPÖ-Chef protestieren.

 17:45

John-Otti-Band heizt ein

Im Vorfeld der Reden hat die John-Otti-Band den wartenden Zuschauern bereits eingeheizt.

 17:27

Großer Andrang

Wie jedes Mal sammeln sich Scharen von FPÖ-Anhängern am Viktor-Adler-Markt in Favoriten. Auch dieses Mal sind die Strache-Fans zahlreich erschienen.