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Einladung auf 1. Bier

Strache und Kern im Kuschel-Duell

Mittwochabend traten der Kanzler und der FPÖ-Chef im Radiokulturhaus zum Duell an.

Die Anspannung 
war sowohl für SPÖ-Kanzler Christian Kern als auch für FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache groß. Immerhin standen sie sich am Mittwoch im ORF-Radiokulturhaus zum ersten Mal zum öffentlichen Streitgespräch gegenüber. Über eine Stunde befragte Ö1-Moderator Klaus Webhofer die ungleichen Politiker. Ein Duell, das unerwartet kuschelig ablief.

Kern und Strache starteten auffallend freundlich

Der rote Kanzler bemühte sich, wie auch Strache, zunächst um auffallend freundliche Töne, startete aber zugleich auch seinen ­inhaltlichen Abwehrkampf ­gegen die FPÖ.

Abgrenzung

Die klarste Trennung zog er beim Thema Zuwanderung. „Wir dürfen keine Migrationspolitik à la Trump machen und alle raushauen“, kanzelte er Strache ab. „Kern lehnt sich ja ­lieber an Merkel an, die alle reingelassen hat. Das ist unverantwortlich“, konterte Strache.

Auch als es um die EU ging, schieden sich (noch) die Geister. „Europa darf man nicht Le Pen, Strache und Co. überlassen.“ Darauf folgte die wohl stärkste Strache-Attacke: „Kern ist ein Meister der schönen Worthülsen.“

Strache: "Kern ist ein Meister der Worthülsen"

Doch bei Themen wie Soziales und Wirtschaft (Kern: „Steuerflucht – inakzeptabel“) war man sich sehr einig. Am Ende lud Kern seinen ­Politkontrahenten sogar auf das „erste gemeinsame Bier“ ein. Über diesen Kuschelkurs konnte sich so mancher Zuschauer nur wundern. Oder wollte Kern mit Lockrufen rot-blaue Wähler zurückgewinnen?

Blau-Rot?

Strache will jedenfalls bei der kommenden Nationalratswahl Nummer eins werden. Er stünde „sowohl für Blau-Rot als auch für Blau-Schwarz“ zur Verfügung. In sämtlichen Umfragen liegen die Blauen in der Sonntagsfrage („Wen würden Sie wählen, wenn am Sonntag Wahlen wären?“) klar auf Platz eins.

Polit-Chemie

Auf das versprochene Bier gingen die beiden dann aber schließlich doch nicht. Aber, wie Ö1-Moderator Klaus Webhofer sagte: „Die Chemie zwischen den beiden stimmt.“

Die (amikale) Auseinandersetzung. Kern: "Darüber reden wir nachher, bei unserem 1. gemeinsamen Bier"

  • Kern über Strache: „Ich respektiere, dass es auch Strache darum geht, das Land ­voranzutreiben. Es gibt aber auch viele Unterschiede.“

  • Strache über Kern: „Seit Kern hat sich das Verhältnis mit der SPÖ verbessert.“

  • Kern über Zuwanderung: „Wir müssen Zuwanderung begrenzen. Aber wir können keine Migrationspolitik à la Trump machen und alle raushauen.“

  • Strache über Asylpolitik der Regierung: „Kern lehnt sich ja lieber an Merkel an, die unverantwortlich alle reingelassen hat. Auch in Österreich sieht man bei ­extremistischen islamistischen Strukturen weg. Das ist unverantwortlich.“

  • Kern kontert: „Es ist absurd, die Polizei zu diskreditieren. Es wird scharf vorgegangen gegen Islamisten.“

  • Kern zur EU: „Ein Politikwechsel ist notwendig. Gerade bei der EU wird die Kritik nicht ernst genommen. Wir dürfen Europa nicht Le Pen, Strache und Co. überlassen.“

  • Strache zur EU: „Wir wollen die EU reformieren. Es soll auch niemals zu einem Beitritt der Türkei kommen. Kanzler Kern ist Meister der schön gekleideten, leeren Worthülsen.“

  • Kern zu Strache: „Darüber reden wir nachher bei einem Bier, das wir noch nie zusammen getrunken haben. So ein amikales Gespräch hatten wir noch nie. Ich bin froh, dass wir beide eine gute Kinderstube haben.“

Hier der Live-Ticker zum Nachlesen.

 19:32

Ende des Gesprächs

Der Live-Ticker ist somit beendet, vielen Dank fürs Mitlesen!

 19:30

Strache über Koalition

Sowohl mit der SPÖ als auch mit der ÖVP gebe es Schnittmengen. "Unser Anspruch ist es, so stark wie möglich zu werden. Dann werden wir mit der zweit- und drittstärksten Kraft sprechen."

 19:28

Kerns Schlussworte

"So ein amikales Gespräch wie heute haben wir noch nie geführt", so Kerns Fazit. Er wolle hinterher bei einem Bier mit Strache weitersprechen. Dieser antwortet: "Wenigstens trinken Sie nicht nur Kaffee."

 19:26

Kern über Arbeitslosigkeit

Trotz Arbeitslosigkeit gebe es einen Beschäftigungsrekord. Um die Arbeitslosigkeit weiter zu bekämpfen, müsse man Startups fördern. Das Thema Bildung sei "Megathema schlechthin".

 19:24

Strache über Arbeitslosigkeit

Um Arbeitslosigkeit zu bekämpfen müsse man Steuern für Betriebe senken, den Faktor Arbeit entlasten und mehr Kredite für Gründer zur Verfügung zu stellen. Kurzfristig koste eine Steuersenkung zwar was, aber längerfristig kurble man damit die Wirtschaft an.

 19:23

 19:21

Strache über Muslimbrüder

In Österreich könnten Muslimbrüder ungehindert agieren, weil es eine Parallelgesellschaft gebe. Ein Verbot aller radikalen Organisationen müsse her. Also müsse man auch über ein Verbot des Radikalislamismus nachdenken.

 19:20

Kern verteidigt Polizeiarbeit

Strache solle die Polizeiarbeit nicht schlechtreden, es habe auch in Österreich Untersuchungen bei Extremisten und in islamischen Kindergärten gegeben. Ein Polizeichef habe ihm erklärt, dass nicht die Polizisten mehr Pistolen, sondern die Migranten-Kinder eine bessere Ausbildung benötigen würden.

 19:19

Strache über Grenzmanagement

Österreich sei international für das Grenzmanagement ausgelacht worden. Außerdem habe sich unser Land als staatliche Schlepperorganisation betätigt.

 19:18

Strache über Warnungen

"Ich warne zu Recht vor politischen Fehlentwicklungen, aber ich hab nicht 'kriminell' gesagt zu Frau Merkel." Auch der deutsche Innenminister warne zu Recht vor radikalislamischen Gruppen, während man in Österreich untätig zusehe.

 19:16

Kern über Sicherheit und Migration

Über Themen wie Sicherheit und Migration müsse man reden. "Aber man kann das nicht lösen à la Trump"

 19:14

Strache über Obergrenze und Genfer Konvention

Die Obergrenze von 37.500 sei laut FP-Chef längst überschritten. Außerdem sei es nicht im Sinne der Genfer Konvention, dass Menschen über sichere Drittländer nach Österreich kommen.

 19:11

Strache über Flüchtlinge

Es wäre schön gewesen, wenn die Regierung die Forderungen der FPÖ zu Flüchtlingen übernommen hätte. Dies war jedoch nicht so.

 19:09

Kern über Obergrenze

"Wir haben eine Obergrenze definiert. Die ist umzusetzen. Da braucht es nicht noch mehr Papierl."

 19:07

Kern über Grenzsicherung

"Wir müssen unsere Grenzen schützen." Indem wir das Bundesheer an die EU-Außengrenze schicken, würde auch genau das passieren. Die Problemthemen Migration und Flucht müsse man an der Quelle lösen.

 19:06

Kern über Zuwanderung

Es gebe trotz der restriktiven Flüchtlingspolitik zwischen der SPÖ und der FPÖ inhaltliche Unterschiede. Bei Entscheidungen stelle er die Parteipolitik jedoch in den Hintergrund. "Wir haben die Notwendigkeit, Zuwanderung auf integrierbares Maß zu begrenzen."

 19:04

Strache zu Kern: Er solle sich vor einer "Kernspaltung" fürchten. Kern kenne diese Wortspiele schon seit der Volksschule, als er neben einem Mädchen namens "Kraft" gesessen sei. Kern daraufhin zu Strache: "Die FPÖ hätte sich auch ohne Ihre Beihilfe gespalten."

 19:03

Kern über Wiener SP-Krise

"Wir sind von einem sozialdemokratischen knittelfeld weit entfernt."

 19:02

Fotos vom Gespräch

 18:59

Kern zu Lohn- und Sozialdumping

Auch Lohn- und Sozialdumping sei ein großes Problem in der EU. Hier benötige man bessere Regelungen und Kontrollen. Doch gerade die Visegrad-Staaten würden den Kampf gegen dieses Problem verhindern.

 18:59

Strache über Raiffeisenbank

Man müsse sich auch die Gruppenbesteuerung der Raiffeisenbank genauer ansehen, so der FP-Chef.

 18:58

Kern über Steuerflucht

"Wir haben eine solidarische Rolle in Europa zu erfüllen", so Kern. Wichtig dabei sei es, die Steuerflucht zu bekämpfen. Man müsse die Steueroasen in den EU-Ländern schließen.

 18:56

Strache kritisiert Juncker und Merkel

Daraufhin kritisiert Strache, dass sich EU-Kommissionspräsident Juncker und die deutsche Kanzlerin Merkel isolieren würden, was die Kontakte zu Russland betrifft. Hier könne Österreich aktiver als Vermittler auftreten. Die EU solle den Konflikt mit Russland beenden und die Wirtschaftssanktionen aufheben.

 18:55

Kern zu Neutralität

"Strache hat's überhört, aber ich habe klar gesagt, dass Neutralität ganz wichtig ist. Aber wir müssen auch solidarisch sein."

 18:53

Strache über europäische Armee

Eine europäische Armee bedeute, dass Österreich die Neutralität aufgeben müsse. "Das wollen wir nicht."

 18:52

"Meister der Worthülsen"

Wichtig sei es, eine aktive Wirtschaftspolitik zu betreiben, so Kern. Strache kontert: "Sie sind ein Meister der schön gekleideten, leeren Worthülsen."

 18:51

Hauptprobleme Arbeit und Armut

Laut Kern seien die Hauptprobleme Europas derzeit der Arbeitsmarkt und die Armut. "Da brauchen wir eine aktive Investitionspolitik." Insbesondere "Working Poor" sei ein großes Problem.

 18:49

Kern über Öxit

Auch wenn Strache den Begriff "Öxit" vielleicht nicht in den Mund genommen hat, wollte er eine Volksbefragung über einen EU-Austritt Österreichs, so Kern.

 18:49

Strache über Türkei-Beitritt

Leider würden die Beitrittsgespräche der Türkei zur EU nur auf Eis gelegt. Die FPÖ verlange jedoch den gänzlichen Abbruch der Gespräche.

 18:48

Strache über Öxit

"Ich habe noch nie vom Öxit gesprochen. Wir wollen die EU reformieren." Die Gründerväter der EU hätten ein Friedensprojekt und Föderalismus gewollt, doch gekommen seien Zentralismus aus Brüssel und Lobbyisten.

 18:47

Wichtige Abstimmung

Kern meiunt, dass es wichtig war, dass das österreichische Parlament über CETA abstimmen kann, nicht nur die EU-Kommission.

 18:45

"Erlöser, der Sie nicht sind"

Strache zu Kern: "Sie werden als der Erlöser betrachtet, der Sie nicht sind."

 18:45

Strache gibt der SPÖ mitschuld an der Armut im Lande. Es habe die SPÖ auch schon vor Kern gegeben.

 18:44

Kern zu CETA

"Zuspitzung ist die Rolle der Opposition. meine Rolle war es, Verbesserungen für Österreich zu erreichen."

 18:43

Kern plädiert dafür, für gute Ausbildung und gute Arbeitsplätze zu sorgen. Auch ein soziales Netz brauche es.

 18:40

Strache: "Wir sollen uns nicht als besser betrachten als andere Völker"

 18:39

Die FPÖ wolle eine gewisse Vormachtsstellung ehemaliger Großmachtparteien aufbrechen, so Strache.

 18:38

Strache über Nationalismus

"Wir sind Patrioten. Das hat nichts mit Nationalismus zu tun."

 18:37

Kern erklärt, dass Globalisierung Gewinner und Verlierer schaffe. Die zu kurz Gekommenen seien jedoch frustriert über die Gewinne der Spekulanten.

 18:34

Kern über Strache

Kern daraufhin über Gespräche mit Strache: Es gibt Gemeinsamkeiten aber auch große Unterschiede in manchen Themen.

 18:33

Strache beginnt

Strache eröffnet das Gespräch: Unter Kern gebe es sachlichere Gespräche als zuvor unter Werner Faymann als SPÖ-Chef und Bundeskanzler.

 18:32

Jetzt geht's los

Klaus Webhofer sowie Christian Kern und HC Strache sind eingetroffen.

 18:22

Moderiert wird das Gespräch von Radio-Journalisten Klaus Webhofer.

 18:16

Bald werden Strache und Kern im ORF-Kulturhaus eintreffen.

 18:15

Herzlich Willkommen zum Live-Ticker!

In 15 Minuten startet das erste Duell zwischen FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache und Bundeskanzler Christian Kern.