Streit im Hintergrund um Pilz-Comeback

Wer macht für Pilz Platz?

Streit im Hintergrund um Pilz-Comeback

Bei einer Rückkehr von Peter Pilz zu seiner Liste muss eine Mandatarin ihr Amt abgeben - aber wer gibt ab?

Die Staatsanwaltschaft Innsbruck hat ihre Ermittlungen gegen Peter Pilz eingestellt. Dennoch: So reibungslos wie gedacht scheint die Rückkehr des Parteigründers in die Politarena trotzdem nicht zu verlaufen. Für heute, 9.30 Uhr, war eine große Pressekonferenz der Liste Pilz angesetzt - Peter Kolba, der für Pilz während der Ermittlungs-bedingten Pause als Klubchef einsprang, will an seinen Nachfolger übergeben. Der heißt aller Voraussicht nach Peter Pilz, doch da gibt es noch einen letzten Stein, den es für den Ex-Grünen aus dem Weg zu schaffen gilt: Kolba nimmt nur den Hut als Klubchef, räumt aber nicht seinen Sessel im Parlament.

Jetzt muss einer der anderen sieben Mandatare für Pilz Platz machen. Einzig: Dem Vernehmen nach ist dazu niemand bereit. Die Pressekonferenz: verschoben. Erst am Nachmittag soll die groß angekündigte Präsentation nun stattfinden. Wann, steht immer noch nicht fest. Im Hintergrund scheint die Oppositionspartei immer noch darüber zu streiten, wer sein Nationalratsmandat freiwillig abgibt, damit Pilz sein Comeback feiern kann. Vieles spricht dagegen, dass ausgerechnet eine Frau für ihn gehen soll – trotzdem sieht es stark danach aus.

Martha Bißmann öfter genannt

Genannt wird immer wieder Martha Bißmann, die nach dem Pilz-Skandal als Letzte im Team ins Parlament einzog. Sie könnte Platz auf der steierischen Landesliste machen, allerdings sieht sie nicht ein, warum sie das tun sollte: „Das war so nie ausgemacht“, soll die Platzhalterin gesagt haben. Dann blieben noch Stephanie Cox und Alma Zadic, Letztere soll aber in einem der beiden anstehenden U-Ausschüsse sitzen. Die „alten Herren“ der Partei - Alfred Noll, Wolfgang Zinggl und Bruno Rossmann - möchten ebenfalls nicht auf ihren Platz im Parlament verzichten. Nicht gehen können aus wahltechnischen Gründen Daniela Holzinger und Peter Kolba. So weit der Stand am Nachmittag. Der Parlamentsdirektion liegt noch keine Verzichtserklärung vor.

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