Streit um Reform des Zivildienstes

Zugang für Frauen?

Streit um Reform des Zivildienstes

Nach der Heeres-Befragung will die ÖVP auch den Zivildienst reformieren.

Nicht nur das Bundesheer, auch der Zivildienst müsse jetzt grundlegend reformiert werden. „Wir wollen den Zivildienst auf freiwilliger Basis auch für Frauen öffnen“, sagt Innenministerin Johanna Mikl-Leitner im ÖSTERREICH-Interview. Am Montag stellte sie noch weitere Forderungen zur Reform auf:

  •  Zivis entsprechend ihrer Wünsche einsetzen.
  •  Anrechnung erworbener Kompetenzen im späteren Berufsleben.
  •  Der Zivildienst soll zwar nicht auf sechs Monate verkürzt werden, wie das die Grünen fordern. Doch die Arbeitszeiten sollen flexibilisiert werden, etwa wenn jemand nebenher studieren möchte.

Sozialminister Rudolf Hundstorfer (SPÖ) erteilt Mikl-Leitners Wünschen großteils eine Absage. „Frauen zum Heer“ sei nicht vorstellbar. „Dann wären Frauen wieder in einem Sektor drinnen, wo wir eine sehr niedrige Entlohnung haben“, sagt Hundstorfer zu ÖSTERREICH.

Hundstorfer: „Derzeit kein Handlungsbedarf“
Eine Verkürzung komme nicht infrage, weil sonst das Rettungswesen nicht aufrechtzuerhalten sei. Der Minister sieht derzeit überhaupt „keinen Handlungsbedarf“ für eine Reform. 2015 werde es allerdings wegen geburtenschwacher Jahrgänge „kritisch“. Dann „muss man etwas tun“. Mit seinem Modell des Freiwilligen Sozialen Jahres sei der Minister darauf „vorbereitet“.

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