Auf Facebook

Tausende auf Anti-Rosenkranz Seite

Ein 23-jähriger Wiener Student kämpft im Internet gegen die Wahl von Barbara Rosenkranz. Seine Facebook-Seite wird gestürmt.

Für seine Fans ist Robert Slovacek ein Held, für seine Gegner ein Spinner. Der 23-jährige Politikwissenschaftsstudent hat innerhalb von nur drei Tagen sensationelle 35.000 Fans (Stand Donnerstag Abend) auf seiner neuen Facebook-Seite gesammelt. „Gegen Barbara Rosenkranz“ heißt die Plattform, die er alleine ins Leben gerufen hat.

Auf Facebook erklärt er die Motive: „Weil es keinen Platz für rassistische Politik geben darf, weder in der Gesellschaft noch in der Hofburg.“

Im ÖSTERREICH-Gespräch wird Robert Slovacek noch deutlicher: „Barbara Rosenkranz stellt sich gegen das Verbotsgesetz. Das ist eine Verhöhnung von Millionen Jüdinnen und Juden, die im Schreckens­regime der Nazis ermordet wurden. Damit stellt sie den antifaschistischen Grundkonsens der Zweiten Republik in Frage“. Daher habe er auch nicht nur zuschauen wollen, sondern sei eben aktiv geworden.

Weitere Anti-Rosenkranz-Aktionen geplant
Die Fans der Facebook-Seite steigen fast stündlich. Der Erfolg der Aktion animiert den Studenten nun zu weiteren Aktionen. Er will im Wahlkampf gegen Rosenkranz auch „andere Aktionen starten“.

Indes sind auch die Rosenkranz-Fans im Internet aktiv: In einschlägigen Foren und auf eindeutigen Homepages – Pardon: Heimseiten – rufen die rechten Rosenkranz-Adoranten zur Unterstützung für die blaue Dame auf. Und natürlich erfreuen sich die Rechten über Rosenkranz und ihre Anti-Verbotsgesetz-Position.

In den kommenden Wochen wird es noch zu einem heftigen Internet-Wahlkampf zwischen den Rosenkranz-Gegnern und -Befürwortern kommen. Fast wie im realen Wahlkampf eben …

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