Tempelberg-Streit: Lasar relativiert Hofer

Hofburg-Wahl

Tempelberg-Streit: Lasar relativiert Hofer

Der FPÖ-Abgeordnete hat vor der Rundfunkbehörde KommAustria ausgesagt.

Es war einer der Aufreger des fast einjährigen Wahlkampfs zur Hofburg-Wahl: Ingrid Thurnher hatte am 19. Mai im TV-Duell Alexander Van der Bellen gegen Norbert Hofer einen von Hofer geschilderten Vorfall am Tempelberg angezweifelt. Der FPÖ-Kandidat hatte behauptet, am 30. Juli 2014 am Tempelberg Zeuge geworden, wie eine schwer bewaffnete Frau unmittelbar neben ihm von Sicherheitskräften erschossen wurde. Tatsächlich gab es zum fraglichen Zeitpunkt einen Zwischenfall. Dabei wurde eine unbewaffnete Israelin von Sicherheitskräften angeschossen. Jetzt relativierte laut Profil ein Zeuge die Schilderungen Hofers.

Der FPÖ-Abgeordnete David Lasar gab in seiner Zeugenaussage am 15. November vor der KommAustria an, „keine Schüsse“, aber „eine große Hektik“ wahrgenommen zu haben. Den Vorfall selbst habe er nicht gesehen. Allerdings habe ein Sicherheitsmann von einem versuchten „Terroranschlag“ durch eine „bewaffnete Frau“ erzählt.

Laut Ingrid Thurnhers Aussage vor der KommAustria sei ihr am Sendungstag mitgeteilt worden, „dass die Geschichte ,journalistisch wasserdicht‘ sei“. Dementsprechend „könne man damit auf Sendung gehen“. Der stellvertretende Chefredakteur Armin Wolf habe sie davon informiert, dass es über den von Hofer geschilderten Vorfall keine Berichterstattung vorliege. Sie sei davon ausgegangen, dass „bei einem erfahrenen Kollegen hier eine entsprechende gründliche Recherche stattgefunden hat“. Im Nachhinein seien in ihrer Redaktion „alle sehr unglücklich hinsichtlich dieser Geschichte“ gewesen.

Eine Entscheidung über die Beschwerde Norbert Hofers wird es in der kommenden Woche geben.

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