Elisabeth Blanik

Rücktritt

Tiroler SP-Chefin Blanik gibt Rücktritt bekannt

Die Osttirolerin kündigte nach rund zwei Jahren an der roten Landesspitze ihren Rückzug an.

Tirols SPÖ-Chefin Elisabeth Blanik zieht sich nach rund zwei Jahren zurück. Die Landesparteivorsitzende erklärte am Montagabend vor Journalisten, dass das Projekt der Erneuerung abgeschlossen sei, und sie jetzt einen Schritt zurücktreten werde. Zu ihrem Nachfolger wurde Parteivize LAbg. Georg Dornauer vom Landesparteivorstand mit einer Gegenstimme designiert.

Ende Februar wird ein Parteitag folgen, bei dem sich Dornauer der Wahl stellt. Den Klubvorsitz will Blanik bis zum Parteitag behalten. Der gewählte Vorsitzende werde diesen erst dann übernehmen, so Blanik. Die 52-Jährige ging davon aus, dass Dornauer mit "großer Mehrheit" am Parteitag gewählt werde.

Dornauer zollte Blanik Respekt

Der designierte SPÖ-Chef Georg Dornauer hat der scheidenden Landesparteivorsitzenden am Montag Respekt gezollt. "Elisabeth hat Großartiges geleistet", sagte der geschäftsführende Parteiobmann Elisabeth Blanik am Montag vor Journalisten: "Du hast die Partei aus einem echten Tief getragen."

Dornauer betonte zudem, nicht mit der Vergangenheit brechen zu wollen. Man wolle eine progressive, positive Alternative zur schwarz-grünen Landesregierung bieten. Einen stärkeren Fokus will der 35-Jährige auf den urbanen Raum, konkret auf die Landeshauptstadt Innsbruck legen. "Es ist Zeit eine urbane, linke, liberale Politik zu machen, die auch die Menschen im städtischen Raum anspricht", so Dornauer.
 

"Es ist jetzt Zeit"

Blanik betonte, dass sie ihre Vorsitzschaft immer als ein Projekt auf Zeit gesehen habe. "Jetzt ist es an der Zeit, an die junge Generation zu übergeben", meinte die scheidende Parteichefin. Sie habe ihre Aufgabe darin gesehen, die Tiroler SPÖ in sicheres Fahrwasser zu bringen. "Das Projekt ist gelungen", meinte Blanik. Es sei wichtig gewesen, für eine Erneuerung zu sorgen.

Nun beginne "Phase zwei". "Es ist wichtig und war an der Zeit, einen Schritt zurück zu machen", betonte die Lienzer Bürgermeisterin. Die räumliche Distanz zwischen der Landeshauptstadt und der Osttiroler Bezirksstadt sei nicht der Hauptgrund für ihren Schritt gewesen, habe aber natürlich auch eine Rolle gespielt.
 



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