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Uni-Zugang: SPÖ gegen "Dichtmachen"

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Geplante Änderungen der Eingangsphase wollte man aber noch nicht bewerten.

Die SPÖ wolle den Universitäten zwar "helfen", der Hochschulzugang müsse aber auch künftig frei bleiben. Das hat Wissenschaftssprecherin Andreas Kuntzl (S) am Mittwoch laut Aussendung gegenüber Wissenschaftsministerin Beatrix Karl (V) klargestellt. Mit den Sozialdemokraten werde es kein "Dichtmachen" der Unis geben. "Wir müssen mehr jungen Menschen mehr Chancen geben, statt sie durch Beschränkungslawinen von den Unis fernzuhalten", betonte Kuntzl.

Die geplante Neugestaltung der Studieneingangsphase (STEP) will die SP-Wissenschaftssprecherin vorerst nicht beurteilen, dafür sei es noch zu früh. Sie betonte zudem, dass noch die Ergebnisse des Hochschuldialogs abzuwarten seien. "Nicht vorstellbar" ist es für Kuntzl, dass am Ende der neuen STEP nur eine einzige Prüfung darüber entscheidet, ob jemand das Studium fortführen darf.

Scharingen gegen Beschränkungen
Der Vorsitzende des Uni-Rats der Linzer Johannes Kepler Universität, Oberösterreichs Raiffeisenlandesbank-Chef Ludwig Scharinger, hält ebenfalls nichts von Zugangsbeschränkungen an der Universität Linz. Es gebe einen enormen Zulauf von Studentinnen und Studenten, dies werde in den ersten Semestern durch e-learning und "splendid learning" aufgefangen, erörterte er am Mittwoch im Klub der Wirtschaftspublizisten in Wien.

Die Uni Linz lege Wert auf Qualität, Schwerpunkte sieht der Banker und Chef eines Industriebeteiligungs-Imperiums in der engen Zusammenarbeit mit der Wirtschaft und in Zukunftsbereichen wie Mechatronik, Biotechnologie, Elektronik und Medizintechnik. Auch die Sozialpsychologie als Basis für Unternehmensführung will der Banker in Linz forcieren. Nicht jeder müsse eine Doktorarbeit schreiben, auch Bachelor-Absolventen mit gezielten weiterführenden Lehrgängen hätten die besten Chancen im Erwerbsleben.

Grundsätzlich äußerte Scharinger Bedenken zur österreichischen Universitätslandschaft: "Unsere Unis sind zum Teil nicht wettbewerbsfähig." Österreich müsse mehr in Forschung und Entwicklung investieren, die Grundlagenforschung müsse an den Universitäten passieren.

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