Viele Feinde
Vassilakou: Kampf gegen Benzin-Brüder
Seit zwei Wochen schäumen die Wiener und weitere 430.000 Pendler vor Wut: Seit 1. Oktober gilt in Wien die neue Parkraumbewirtschaftung. Im Klartext heißt das: Die Stadt Wien hat die Erweiterung der Parkpickerl-Zone bis an den westlichen Stadtrand Wiens durchgepeitscht. Jetzt wird auch in den Bezirken Meidling, Penzing, Rudolfsheim-Fünfhaus, Ottakring und Hernals abkassiert. Verantwortlich für die Erregung: Wiens Vizebürgermeisterin Maria Vassilakou (43).
Sie ist nun das neue Feindbild Nummer eins der Autofahrer, aber auch der Hausbesitzer in den idyllischen Gegenden am Rande Wiens. Denn seit 1. Oktober sind als Folge der Parkpickerl-Ausweitung diese Grätzeln zugeparkt.
Viele Feinde
Auch Österreichs mächtigste Männer machen gegen die Grüne mobil: NÖ-Landesvater Erwin Pröll und Wirtschaftskammerchef Christoph Leitl heizten mit ihrer Kritik den Pickerl-Zoff zusätzlich an. „Das ist ein unfreundlicher Akt gegenüber Tausenden Pendlern, die die Wirtschaft in Wien beleben“, sagte Niederösterreichs Landeschef.
Vassilakou bleibt cool
Die „grüne Maria“, die neben Eva Glawischnig als mächtigste Grüne gilt, lässt die Kritik kalt. Sie weiß, dass ihre Maßnahmen zwar im Moment schmerzhaft und unpopulär, aber notwendig sind. „2030 leben im Ostraum drei Millionen Menschen, da braucht es jetzt mutige Verkehrskonzepte“, so Vassilakou.
Formel-1-Fan
Ob diese Mission bei der nächsten Wahl alle Wiener der Vizebürgermeisterin danken werden? Die gebürtige Griechin ist überzeugt davon. Mit 18 Jahren kam sie mit ihrem Freund nach Wien, um hier zu studieren. Aus Protest gegen Haider und die FPÖ zu den Grünen. Jetzt gilt sie als Horror aller Autofahrer. Dabei hat Vassilakou durchaus Verständnis für passionierte Auto-Fans. Sie fordert auch nicht die autofreie Stadt, sondern nur ein Umdenken: „Nicht jede Autofahrt ist notwendig.“ Und siehe da, im Interview gibt Vassilakou auch ein Geheimnis preis: Sie schaut durchaus gerne Formel-1-Grand-Prix.
Maria
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