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Politik

VP-Generalin: "Wir sind weiterhin türkis"

Laura Sachslehner (27) ist seit Jänner neue ÖVP-Generalsekretärin. Ihr 1. Talk.

ÖSTERREICH: Wie ist das mit der ÖVP, ist die Farbe Türkis – oder wieder Schwarz?

Laura Sachslehner: Es gibt nur eine Volkspartei mit unseren vielen Mitgliedern, Gemeinderäten, Bürgermeistern, Bünden und Landesorganisationen. Das wird immer so bleiben. Unsere Farbe ist nach wie vor Türkis, das ist richtig.

ÖSTERREICH: Was bleibt denn noch von Sebastian Kurz, der die VP so stark umgebaut hat?

Sachslehner: Wir haben Sebastian Kurz viel zu verdanken, er hat Enormes für unser Land geleistet. Wir haben seit 2017 unser Profil als Volkspartei geschärft – und konnten fulminante Wahlerfolge einfahren.

ÖSTERREICH: Stimmt es, dass Kurz’ Vertrauter Stefan Steiner weiter für Sie für ein fünfstelliges Honorar arbeitet?

Sachslehner: Stefan Steiner ist nach wie vor Berater. Ich sehe keinen Grund, auf seine Expertise zu verzichten.

ÖSTERREICH: Kurz hat durch harte Ausländerpolitik hunderttausende FP-Wähler für die ÖVP geholt. Bleibt es bei dieser Linie?

Sachslehner: Die inhaltliche Linie der Volkspartei in der Migrationspolitik ist klar und wird sich nicht ändern.

ÖSTERREICH: Hält die Regierung mit den Grünen bis 2024 – oder gibt’s nicht doch Neuwahlen?

Sachslehner: Die nächste Wahl ist regulär 2024. Wir als Volkspartei arbeiten konsequent mit den Grünen das Regierungsprogramm ab. Die Frage erübrigt sich also.

ÖSTERREICH: Es gibt eine große Polarisierung in der Gesellschaft wegen der Impfpflicht. Was ist da passiert?

Sachslehner: Das ist richtig – im Zuge der Pandemie haben sich enorme Gräben aufgetan. Ich will deshalb als neue Generalsekretärin gleich in den nächsten Wochen meine Kollegen der anderen im Parlament vertretenen Parteien einladen, darüber zu sprechen, wie wir diese Gräben überwinden können.

ÖSTERREICH: Hat sich Herbert Kickl mit seiner Corona-Politik eigentlich als etwaiger Koalitionspartner nicht für immer disqualifiziert?

Sachslehner: Grundsätzlich halte ich nichts davon, demokratisch gewählte Parteien von Koalitionen auszuschließen. Die FPÖ besteht ja nicht nur aus Herbert Kickl. Aber so, wie er sich gerade verhält, gäbe es in vielen Punkten wohl keine Einigung.

ÖSTERREICH: Nächster großer Brocken ist die Impfpflicht. Bleibt es dabei?

Sachslehner: Ja. Ich halte es da mit dem Kanzler: Die Impfpflicht wird kommen.