40 Mio. Euro weniger

Hypo NOE mit Gewinneinbruch

Die Hypo NOE Landesbank hat im Vorjahr einen Nettogewinn von 22,4 Mio. Euro eingefahren und ist damit deutlich unter dem Wert von 2024 (64,5 Mio. Euro) geblieben. Der Vorstand spricht von einem "soliden Ergebnis“, die Bank sei in einem „Normaljahr“ angekommen. 

Vor Steuern wurde ein Periodenüberschuss von 33,4 Mio. Euro ausgewiesen, im Jahr davor waren es 82,2 Mio. Euro. Vorstandssprecher Wolfgang Viehauser bewertete das Ergebnis als solide. Für 2026 zeigte er sich im Gespräch mit der Austria Presse Agentur (APA) zuversichtlich. Nach Rekordergebnissen 2023 und 2024 bilde der nunmehrige Periodenüberschuss ein "normales Jahr“ ab, konstatierte der Vorstandssprecher. "Für uns war diese Entwicklung aber nicht überraschend“, sagte Viehauser mit Verweis auf einen "lang anhaltend kämpfenden“ Immobiliensektor und die unter Spardruck leidende öffentliche Hand.

Risikovorsorge bei Wohnbauimmobilien

Als belastende Faktoren im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden die Weitergabe gesunkener Zinsen an Kreditnehmer und die Risikovorsorge im Bereich der Wohnbauimmobilien genannt, wo es eine Aufstockung gegeben habe. Ins Treffen geführt wurde weiters die "massiv gestiegene“ Bankenabgabe. Aufgrund der Erhöhung bei der Stabilitätsabgabe – von 2,8 Mio. Euro 2024 auf 10,7 Mio. Euro – lagen die Verwaltungsaufwendungen per Ende Dezember bei 123,4 Mio. Euro.

Neukreditvergabe lag bei 1,7 Milliarden Euro

Eine Steigerung um mehr als fünf Prozent gab es bei der Neukreditvergabe, das Volumen betrug hier 1,7 Milliarden Euro. Davon floss alleine in den öffentlichen Bereich etwa eine halbe Milliarde Euro, in den Wohnsektor gingen an die 700 Millionen Euro. Der Rest verteilt sich laut Viehauser großteils auf Unternehmensfinanzierungen. Der Zinsüberschuss betrug 159,8 Mio. Euro und war damit rückläufig (2024: 183,9 Mio. Euro). Das Provisionsergebnis stieg um über sieben Prozent auf 21,5 Mio. Euro.

Verbesserung in zweiter Jahreshälfte in Aussicht

Auf das laufende Geschäftsjahr blickt Viehauser zuversichtlich. Er geht davon aus, dass die heimische Wirtschaft die Talsohle bereits erreicht habe. Auf der Rechnung hat er weiters eine Verbesserung des Wohn-Immobilienmarkts, die in der zweiten Jahreshälfte „so richtig sichtbar“ werden sollte. Hinsichtlich der aktuellen Lage im Nahen Osten samt steigender Energiepreise hofft Viehauser auf „rasche Entspannung“.

Die Hypo NÖ steht zu 100 Prozent im Eigentum des Landes Niederösterreich. An den Eigentümer sollen für 2025 zehn Mio. Euro an Dividenden ausgeschüttet werden. Die Zahl der Beschäftigten der Bank erhöhte sich von 617 auf 623, weiterhin gibt es 26 Filialen. Die Hypo NÖ wurde 1888 gegründet und ist die älteste und größte Landesbank Österreichs.

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