Bürgermeisterwahl
Kommunisten-Pleite in Salzburg: SPÖ-Auinger siegt klar
Das Finale in der Mozartstadt zwischen Auinger und dem Kommunisten Kay-Michael Dankl fiel überraschend klar aus, der SPÖ-Mann gewann mit 62,5 Prozent der Stimmen (inklusive Briefwahl).
Die Wahlbeteiligung betrug heute 46,8 Prozent, beim ersten Wahlgang vor zwei Wochen waren es noch 54,3 Prozent. Vor fünf Jahren war die Beteiligung in der Stichwahl mit 43,9 Prozent aber noch niedriger.
Es sei in den vergangenen sieben Jahren nicht einfach gewesen, gegen "extremen Gegenwind" sozialdemokratische Positionen in Salzburg umzusetzen, meinte der bisherige Vizebürgermeister. "Aber wir haben harte Stadtpolitik im Sozialen und in meinen Bereichen (Sport und Kultur; Anm.) geleistet. Ich bin stolz darauf, dass die Salzburger heute diese Arbeit honoriert und mir das Vertrauen geschenkt haben." Er wolle auf jeden Fall ein Bürgermeister für alle Salzburger sein. Er sei auch davon überzeugt, mit seinem Kontrahenten Kay-Michael Dankl ausgezeichnet zusammenzuarbeiten.
Der KPÖ-Plus-Kandidat sprach trotz der Niederlage in der Stichwahl von einem guten Ergebnis. "Wir sind vor fünf Jahren mit einem einzigen Mandat in das 40-köpfige Stadtparlament eingezogen. Vor zwei Wochen haben wir die Zahl unserer Mandate verzehnfacht und sind in die Stichwahl eingezogen. Das zeigt, dass sich viele Menschen eine andere, sozialere Politik wünschen." Dass etablierte Parteien nervös geworden sind, sei verständlich.
Dankl gratuliert Auinger
Dankl gratulierte Auinger zu seinem Erfolg und betonte, dass die Arbeit nun erst beginne. "Wir sind als KPÖ Plus angetreten, uns die nächsten fünf Jahre für leistbares Wohnen einzusetzen. Man muss sich das Vertrauen der Wählerinnen und Wähler immer wieder erarbeiten - nicht nur bei Wahlen, sondern auch in der Zeit dazwischen. Zu tun gibt es in der Stadt genug. Wir werden dazu die Zusammenarbeit mit anderen Parteien suchen und schauen, dass wir was weiter bringen."
SPÖ-Chef Babler in Salzburg: Rückenwind für NR-Wahl
Auch SPÖ-Bundesparteichef Andreas Babler war in die Festspielstadt gereist, um dem neuen Stadtchef mit einer festen Umarmung zu gratulieren. Heute sei ein guter Tag für die Bewohnerinnen und Bewohner einer Stadt mit nun wieder roter Postleitzahl. Er sei zuversichtlich, Rückwind für die Nationalratswahl im September mitzunehmen und überzeugt, auch dort für eine positive Überraschung zu sorgen.
Nach fünf ÖVP-dominierten Jahren wird die Mozartstadt wieder rot: Im 40-köpfigen Gemeinderat haben SPÖ (11) und KPÖ Plus (10) eine dünne Mehrheit, in der fünfköpfigen Stadtregierung sitzen neben dem neuen Bürgermeister Auinger noch Dankl und ÖVP-Politiker Florian Kreibich als seine beiden Stellvertreter, dazu kommen noch je eine Stadträtin von SPÖ und der grünen Bürgerliste. Die ÖVP hält künftig acht Sitze im Rathaus, die Bürgerliste fünf, die FPÖ vier, NEOS und Liste SALZ je einen.
Die konstituierende Sitzung mit Angelobung ist für den 8. Mai angesetzt, bis dahin möchte Auinger mit den Vertretern der anderen Parteien noch ein Arbeitsübereinkommen treffen und die Ressortverteilung festlegen.
ÖVP in einigen Gemeinden von SPÖ entthront
Viel zu feiern gab es für die SPÖ am Sonntag aber auch in anderen Gemeinden: SPÖ-Landesvorsitzender David Egger etwa setzte sich in der Stichwahl in Neumarkt am Wallersee durch und löst damit den bisherigen ÖVP-Bürgermeister Adi Rieger ab. Auch in der Pongauer Bezirkshauptstadt St. Johann wurde die ÖVP entthront: Dort war der schwarze Langzeitbürgermeister und Gemeindeverbandspräsident Günther Mitterer nicht mehr angetreten, im zweiten Wahlgang setzte sich heute überraschend SPÖ-Kandidatin Eveline Huber durch. Detto in Puch bei Hallein, wo Langzeitbürgermeister Helmut Klose vor die Tür des Rathauses gesetzt wurde, auch hier erhielt mit Barbara Schweitl die SPÖ-Kandidatin den Schlüssel zum Bürgermeister-Büro.
ÖVP verliert elf Bürgermeister
87 der 119 Gemeinden Salzburgs werden künftig von einer ÖVP-Bürgermeisterin oder einem ÖVP-Bürgermeister regiert, um elf weniger als zuletzt. Die SPÖ stellt künftig 23 Ortschefs (plus 6), die FPÖ zwei (plus 1), und in sieben Gemeinden gibt es Bürgermeister von Namens- oder Gemeinschaftslisten. Gestiegen ist heute auch die Frauenquote: In 14 Gemeinden sitzt ab nun eine Frau im Bürgermeisterbüro, um drei mehr als bisher, die Bürgermeisterinnen-Quote liegt damit bei 11,8 Prozent und damit über dem Österreich-Schnitt von aktuell 10,5 Prozent.
Hier finden Sie den Live-Ticker zum Nachlesen
+++ LIVE-Ticker +++
Bundessprecher der KPÖ gratuliert Dankl
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Grazer KPÖ-Bürgermeisterin macht Dankl Mut
Die Grazer KPÖ-Bürgermeisterin Elke Kahr bleibt nach der heutigen Niederlage Dankls die einzige kommunistische Bürgermeisterin in Österreich. Enttäuscht sei sie deswegen aber "überhaupt nicht". "Auch wir waren zweimal zweitstärkste, bevor wir in Graz gewonnen haben", ergänzte Kahr gegenüber der "Kleinen Zeitung".
SPÖ jubelt über Salzburg-Erfolg
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ÖVP verliert elf Bürgermeister
Insgesamt werden 87 der 119 Salzburger Gemeinden künftig von einem ÖVP-Bürgermeister regiert. Das ist zwar immer noch eine klare Mehrheit, aber immerhin elf weniger als noch zuletzt. Die SPÖ stellt künftig 23 Ortschefs, was einem Plus von 6 entspricht. Die FPÖ stellt zwei Bürgermeister, zuletzt war es einer.
Glückwünsche für Auinger aus Wien
Der Wiener Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ) gratuliert Bernhard Auinger.
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KPÖ Plus bedankt sich bei Wählern für "rund 40 Prozent"
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Babler gratuliert Parteikollegen
SPÖ-Bundeschef Andreas Babler freut sich über den Aufschwung für die Sozialdemokratie aus Salzburg. Er gratuliert seinen Parteikollegen.
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Alle 14 Gemeinden sind durch
In allen 14 Gemeinden, in denen es heute zur Stichwahl kam, liegen nun Ergebnisse vor. In der Stadt Salzburg fehlen lediglich noch die Briefwahl-Stimmen, die am Ergebnis allerdings nur mehr in der Theorie etwas ändern könnten.
Neuer Rekord an Bürgermeisterinnen im Bundesland
Die am Sonntag abgeschlossenen Bürgermeister-Stichwahlen in Salzburg haben zu einem neuen Rekord bei der Zahl der Orts- und Stadtchefinnen im Bundesland geführt. In Zukunft werden 14 der 119 Gemeinden von Frauen geführt, zuletzt waren es elf gewesen. Das bedeutet eine Bürgermeisterinnen-Quote von 11,8 Prozent - was über dem Österreich-Schnitt von aktuell 10,5 Prozent liegt.
Puch bei Hallein: Nächste schmerzliche ÖVP-Niederlage
Auch in Puch bei Hallein konnte SPÖ-Kandidatin Barbara Schweitl überraschend einen Sieg einfahren. Sie erhielt 54 Prozent der Stimmen und setzt sich damit gegen ÖVP-Kandidat Helmut Klose (46 Prozent) durch.
Haslauer schlägt Haslauer in Oberalm
In der Gemeinde Oberalm traten Hans-Jörg Haslauer (ÖVP) und Christian Haslauer (SPÖ) in der Stichwahl um das Bürgermeisteramt gegeneinander an. Am Ende setzt sich Hans-Jörg Haslauer mit 62,6 Prozent durch.
St. Johann hat gewählt
Auch in Sankt Johann im Pongau konnte sich eine SPÖ-Kandidatin in der Stichwahl durchsetzen. Eveline Huber (SPÖ) erhielt 56 Prozent der Stimmen, ÖVP-Kandidat Rudolf Huber kam auf 44 Prozent.
Vorläufiges Ergebnis ohne Briefwahl
Bernhard Auinger (SPÖ): 63,09 Prozent Kay-Michael Dankl (KPÖ Plus): 36,91 Prozent
Wahlbeteiligung ohne Wahlkarten bei 35,37 Prozent
Die Wahlbeteiligung - noch ohne Wahlkarten - liegt bei einem Auszählungsgrad von 100 Prozent bei schlappen 35,37 Prozent.
SPÖ-Bundeschef Andreas Babler in Salzburg
Auch SPÖ-Bundesparteivorsitzender Andreas Babler ist im Salzburger Schloss Mirabell eingetroffen. Er freue sich mit Auinger persönlich und glaube fest daran, dass Salzburg nun unter der "Sozialdemokratie wieder aufblühen" kann.
David Egger-Kranzinger (SPÖ) triumphiert in Neumarkt am Wallersee
SPÖ-Landesparteichef David Egger-Kranzinger (57,2 Prozent) konnte sich in der Gemeinde Neumarkt am Wallersee gegen ÖVP-Kandidat Adolf Rieger (42,8 Prozent) durchsetzen.
Kay-Michael Dankl zufrieden mit Ergebnis
Kay-Michael Dankl zeigte sich zufrieden mit dem Ergebnis der Stichwahl. Immerhin habe man 2019 bei den letzten Gemeinderatswahlen in Salzburg lediglich ein Mandat geholt, heuer waren es schon zehn. "Wir haben uns verzehnfacht", so Dankl.
Auinger im dritten Anlauf zum Salzburger Bürgermeister
Aller guten Dinge sind drei: Zwei Mal schon wäre Bernhard Auinger gerne Bürgermeister der Stadt Salzburg geworden, beide Male unterlag der SPÖ-Politiker in der Stichwahl dem späteren Bürgermeister Harald Preuner (ÖVP). Im dritten Anlauf hat es dann doch noch geklappt: Auinger setzte sich am Sonntag im "Finale" recht eindeutig gegen den KPÖ-Plus-Kandidaten Kay-Michael Dankl durch und wird neuer Bürgermeister der Mozartstadt. Damit ist Salzburg endgültig wieder in roter Hand.
98 Prozent aller Stimmen ausgezählt
Bernhard Auinger konnte seinen Vorsprung sogar noch weiter ausbauen. Bei einem Auszählungsgrad von 98 Porzent liegt er bei 63,07 Porzent. Kay-Michael Dankl liegt bei 36,93 Prozent. Die Wahlkarten können jetzt nur noch theoretisch das Ergebnis drehen. Damit ist es fix: Salzburg wird nicht kommunistisch
Auinger "überglücklich"
Auinger zeigte sich im Interview mit oe24.TV "überglücklich". Er wolle ein "Bürgermeister für alle sein", kündigte er bereits siegessicher an. Er führt bei einem Auszählungsgrad von knapp 80 Prozent mit 61,9 Prozent. Beim Zwischenstands-Ergebnis sind die 15.203 Wahlkarten allerdings noch nicht mitgerechnet.
Über zwei Drittel der Stimmen ausgezählt
Mittlerweile sind über 70 Prozent der Stimmen ausgezählt. Die Prozentzahlen verändern sich jetzt kaum mehr. Auinger liegt derzeit immer noch bei 61 Prozent. Dankl liegt bei knapp 39 Prozent.
Fast 50 Prozent der Stimmen ausgezählt
Knapp die Hälfte der Stimmen sind ausgezählt.
Auinger: Rund 61 Prozent Dankl: Rund 39 Prozent
Wahlkarten sind hier noch nicht berücksichtigt.
Abstand zwischen Auinger und Dankl wächst
Mittlerweile sind 28 Prozent ausgezählt - wohlgemerkt noch ohne Wahlkarten. Derzeit führt SPÖ-Kandidat Bernhard Auinger mit rund 60 Prozent vor KPÖ Plus Kandidat Kay-Michael Dankl (40 Prozent). Insgesamt wurden 15.203 Wahlkarten für die Stadt Salzburg ausgegeben.
Auinger führt derzeit
Bei einem Auszählungsgrad von 10,19 Prozent führt Bernhard Auinger (SPÖ) mit 57 Prozent. Kay-Michael Dankl kommt auf rund 42 Prozent.
Wahllokale in Stadt Salzburg geschlossen
Die Wahllokale in der Stadt Salzburg sind nun geschlossen. Erste Ergebnisse von den einzelnen Wahllokalen sollen bereits um 16.20 Uhr feststehen. Ein Gesamtergebnis - allerdings noch ohne Wahlkarten! - wird für 17.00 Uhr erwartet. Einzige Gemeinde, die aktuell noch offene Wahllokale hat, ist Neumarkt am Wallersee. Hier ist erst um 17.00 Uhr Wahlschluss.
ÖVP-Bürgermeister in Bad Hofgastein
Auch in Bad Hofgastein wurde gewählt. Kandidat Markus Viehauser (ÖVP) konnte sich mit 63,2 Prozent gegen Johann Freiberger (SPÖ / 36,8 Prozent) im Rennen um das Bürgermeister-Amt durchsetzen.
Ex-SPÖ-Mann mit Überraschungssieg
Das Wahlergebnis in der Gemeinde Bad Vigaun im Tennengau ist wohl die erste kleinere Überraschung. Bei der Wahl vor zwei Wochen lag Herausforderer Alexander Sartori nur sieben Stimmen hinter dem amtierenden Bürgermeister Friedrich Holztrattner (ÖVP). Jetzt konnte der ehemalige SPÖ-Politiker Sartori, der sich mit der Partei allerdings überwarf, überraschend die Stichwahl für sich entscheiden.
Wahllokale noch 30 Minuten geöffnet
Die Wahllokale in der Stadt Salzburg haben noch rund 30 Minuten geöffnet. Für circa 17.00 Uhr wird das erste Ergebnis erwartet. Allerdings könnten die Wahlkarten, die heuer in Rekordzahl (15.203) ausgegeben wurden, noch einen entscheidenden Einfluss haben. Das Endergebnis, also mit den Wahlkarten, wird für 21.00 Uhr erwartet.
Stichwahl in Bad Vigaun entschieden
Kandidat Alexander Sartori (Bündnis für Bad Vigaun) gewann mit 56,9 Prozent die Stichwahl gegen ÖVP-Kandidat Friedrich Holztrattner (43,1 Prozent) um das Amt des Bürgermeisters.
Gemeinde Neukirchen hat gewählt
In der Gemeinde Neukirchen am Großvenediger liegt nun auch ein Ergebnis vor. ÖVP-Kandidat Andreas Schweinberger hat mit 59,6 Prozent die Stichwahl für sich entscheiden können. Marlene Steiger-Brugger (FÜR Neukirchen) erhielt 40,6 Prozent aller Stimmen.
Jüngste Bürgermeisterin Salzburgs
In der Gemeinde Schleedorf setzte sich die 28-jährige Martina Berger (ÖVP) in der Stichwahl durch. Sie ist damit die jüngste Bürgermeisterin Salzburgs.
Stichwahl in Schleedorf entschieden
Auch in Schleedorf liegt bereits ein Ergebnis vor. In der Gemeinde konnte sich ÖVP-Kandidatin Martina Berger mit 51,8 Prozent gegen FPÖ-Kandidat Georg Winterreiter (48,2 Prozent) durchsetzen.
Schnee in Salzburg
Auf Instagram teilte KPÖ Plus Kandidat Kay-Michael Dankl ein Bild vom Schneefall in Salzburg.
Gemeinde Forstau ausgezählt
Die erste Stichwahl ist entschieden. In der Gemeinde Forstau konnte sich Kandidat Gregor Schwarz (LF - Liste Forstau) in der Stichwahl um das Amt des Bürgermeisters mit 57,1 Prozent durchsetzen. Kandidatin Martina Rettensteiner erhielt 177 Stimmen.
Stichwahlen in 14 der 119 Gemeinden
In 14 von 119 Salzburger Gemeinden finden heute Stichwahlen statt. In der Pongauer Gemeinde Forstau war bereits um 13.30 Uhr Wahlschluss. Ein Ergebnis dürfte demnächst vorliegen. Besondere Spannung gibt es in der Stadt Salzburg. Hier könnte Überraschungskandidat Kay-Michael Dankl von der KPÖ Plus zum Bürgermeister gewählt werden.
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