Wien-Wahl 2015

ÖVP-Chef Juraczka wird zurücktreten

Nach dem historischen Tiefstand zog der ÖVP-Chef die Konsequenzen.

Der Wiener ÖVP-Chef Manfred Juraczka nimmt den Hut. Zwar nicht sofort, denn er wolle einen geordneten Übergang, wie er bei der Wahlparty der ÖVP am Sonntagabend sagte. Beim Parteitag im Februar 2016 werde er aber nicht mehr antreten. Dies werde er auch am Dienstag im Vorstand der Wiener ÖVP darlegen. Sein Angebot lautet, bis zum Landesparteitag im Februar 2016 im Amt zu bleiben: "Ich biete es an, damit es hier eine geordnete Übergabe gibt. Wenn man aber meint, ich soll das Amt gleich zur Verfügung stellen, ist es mir auch recht."

Geordnete Übergabe
Juraczka betonte im Gespräch mit Journalisten, dass er eine geordnete Übergabe beim Landesparteitag wolle:" Ich werde meiner Partei vorschlagen, wenn sie das will, dass ich den vorbereite, dass wir uns da ganz in Ruhe überlegen, wie wir die richtigen personellen Entscheidungen auch stellen." Er jedenfalls werde zu keiner Wiederwahl antreten.

Auf die Frage, ob er sich denn komplett aus der Politik zurückziehen wird, antwortete er: "Jetzt warten wir mal die ganzen Ergebnisse, die Vorzugsstimmen ab. Ich glaube, dass ich im Gemeinderat jedenfalls was beitragen kann. Aber das ist jetzt nicht das größte Thema."

Dankesrede
In seiner Rede bei der Wahlparty, wo er seinen Rückzug zunächst ankündigte, bedankte er sich bei seinen Parteikollegen für ihre Unterstützung. Seine abschließenden Worte: "Ich wünsche dieser Wiener ÖVP, dass sie wieder wesentlich bessere Zeiten erlebt, als dieses wirklich schmerzliche Ergebnis."

Er sei überzeugt: "Wenn wir schon morgen daran arbeiten, dass wir auf zwei verlorenen Wahlen - nämlich 2010 und 2015 - 2020 wieder auf der Gewinnerseite sind, dann ist das jedenfalls realisierbar. Daran sollten wir jetzt denken."