Wirbel um FPÖ-Posting: 'Bewegung statt Impfung'

"Ich glaub ans Immunsystem"

Wirbel um FPÖ-Posting: 'Bewegung statt Impfung'

Während FPÖ-Chef Kickl gegen die Behauptung klagt, er sei geimpft, legt auch Generalsekretär Michael Schnedlitz nach und provoziert mit einem Facebook-Posting.

"Ich vertraue auf mein Immunsystem! Lieber dreimal die Woche sporteln in freier Natur als dreimal impfen!", diese Worte postete FPÖ-Generalsekretär Michael Schnedlitz am Dienstagvormittag auf Facebook und legt damit im Impf-Streit zwischen der FPÖ und Herausgeber Rosam nach.

Der Hintergrund: Der ÖVP-nahe PR-Stratege und Herausgeber hatte im Interview bei FELLNER! LIVE behauptet, dass Kickl entgegen seiner eigenen Aussagen geimpft sein könnte, woraufhin dieser nun Klage eingebracht hat. Der Parteichef sieht darin ehrenrührige und kreditschädigende Aussagen.

"Es gibt ja ganz böse Zungen, muss ich aufpassen, was ich jetzt sage, ich sage es jetzt nicht, dass es so ist, aber ich habe gehört, er wäre schon geimpft, heimlich, ja, also wenn man das beweisen könnte, das wäre natürlich der Überhammer, dann hätten wir morgen einen Rücktritt", so Rosam im Interview bei oe24.TV.

Rosam: Kickl heimlich geimpft

Dem "Durchschnittseher" sei die Position Kickls hinsichtlich der Impfung bekannt - ebenso, dass der FPÖ-Chef wiederholt mitgeteilt habe, dass er nicht gegen COVID-19 geimpft ist, heißt es in der Klage. Rosams Äußerung, Kickl wäre heimlich geimpft, sei so auszulegen, dass der FPÖ-Chef "in der Öffentlichkeit, im Speziellen gegenüber seinen Wählern, und gegenüber Medien verschweige, dass er sich gegen COVID-19 habe impfen lassen". Problem sei nicht Rosams Vorwurf, der Kläger sei womöglich geimpft, sondern die damit "transportierte Tatsachenbehauptung des Beklagten, dass der Kläger Wähler und Öffentlichkeit in einer ganz wesentlichen Frage wissentlich belüge".

Rosams Aussagen über Kickl seien "massiv ehrenrührig und kreditschädigend". Als "PR-Profi" habe er genau gewusst, dass er Gerüchte - "noch dazu ohne jede Quelle" - verbreitet habe. "Dem Beklagten geht es darum, den Kläger als unglaubwürdig zu stigmatisieren." Rosam habe vorsätzlich Tatsachen verbreitet, "deren Unwahrheit er auch kannte bzw. kennen musste". Kickl begehrt daher einen Widerruf und dessen Veröffentlichung in der gleichen Form wie die inkriminierte Behauptung - nämlich in der Sendung "FELLNER Live!" sowohl im Internet als auch im TV.

Kickl selbst untermauerte in einem schriftlichen Statement gegenüber der APA seine bereits am Montag dargelegte Position. Er sei nicht geimpft, betonte er neuerlich. "Aber um meinen Impfstatus per se geht es dem ÖVP-nahen Berater Rosam ja gar nicht. Nicht die Frage, ob jemand geimpft ist oder nicht, ist die Ehrenbeleidung und Kreditschädigung, sondern der Vorwurf, ich würde 'Wasser predigen und Wein trinken'". "Er hat diesen Schmarren hinausposaunt, um offensichtlich meinen Ruf zu schädigen. Ich wünsche ihm viel Spaß dabei, mit einem Gerücht, das von vorn bis hinten erlogen ist, den Wahrheitsbeweis anzutreten."
 



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