Wirbel um roten Moscheen-Auftritt in Wien

FPÖ kritisiert SPÖ

Wirbel um roten Moscheen-Auftritt in Wien

Zwei SP-Politiker waren 2019 zu Gast beim Fastenbrechen in einer Favoritner Moschee.

Die FPÖ hat eigens einen Kinosaal in der Lugner City für diesen Auftritt gemietet – immerhin ist man ja privat mit der ­Familie bestens vernetzt.

Das Filmchen von FPÖ-TV zeigt dann den Favoritner Bezirksvorsteher Marcus Franz und den Gemeinderat Omar Al-Rawi (beide SPÖ) beim Fastenbrechen in einer Favoritner Moschee.

Nepp-Ultimatum

Mehr brauchte das Duo nicht: FP-Chef Dominik Nepp gibt Michael Ludwig „24 Stunden Zeit, um Marcus Franz abzuziehen“, denn: „Antisemiten, Dschihad-Verherrlicher und Frauenverachter haben in der Spitzenpolitik nichts verloren. Die SPÖ wird zur Salafistenpartei.“ Auch Innenminister Karl Nehammer sei gefordert, die Moschee zu schließen und die Imame – einer ist auf einem Video bei einer Demo in Bangladesch zu sehen – sofort auszuweisen.

Konter von Franz: „Es ist meine Job-Description, Religionsgemeinschaften zu besuchen. Sogar die Polizei war offiziell dort vertreten. Da nahm ich die Einladung auch an.“

"Experte" der FPÖ hetzte gegen "dreckige Nigger"

Der angebliche Salafismus-Experte Irfan Peci, der im FP-Video als Testimonial herangezogen wird, kennt sich in Sachen Terror tatsächlich aus: Der serbischstämmige 31-Jährige war Chef einer Propaganda-Abteilung von al-Qaida, ehe er V-Mann für den deutschen Verfassungsschutz und Buchautor wurde. Auch Hasspredigen ist sein Metier: „Dreckige Nigger“, schrieb er am 29. Juli 2019 via Sprachnachricht in sein Handy. Und weiter über eine Straftat eines Serben: „Das war ein Dreckszigeuner! Auch so ein dreckiger Hurensohn. Genauso wie der andere Drecks-Nigger!“

J. Galley

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