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Eurofighter

Wirtschaft geht auf Tauchstation

Sehr zurückhaltend fielen die Reaktionen der Wirtschaft zum Untersuchungs-Ausschuss wegen des Eurofigher-Gegengeschäfte aus.

Nachdem die in erster Linie betroffenen Industrievertreter noch vor zwei Wochen vor einem Schaden für den Wirtschaftsstandort bei einer Stornierung des Auftrages gewarnt hatten, gab man sich heute sehr bedeckt. "Dies ist eine Entscheidung der Politik, wir machen Business as usual" bzw. "kein Kommentar", hieß es übereinstimmend.

WKÖ bei der Beschaffung nicht eingebunden
Die Wirtschaftskammer hielt heute fest, dass sie im Beschaffungsvorgang für das Kampfflugzeug gar nicht involviert war. "Im Rahmen der Beschaffung gab es weder eine formale Rolle für die WKÖ noch eine Einflussnahme in Form von Interventionen für einen Anbieter", betonte WKÖ-Vizechef Reinhold Mitterlehner in einer Aussendung. Erst nach der Typenentscheidung im Jahr 2002 habe die Kammer die von der Regierung vereinbarten Gegengeschäfte zum Anlass genommen "daraus resultierende Chancen für die österreichische Wirtschaft zu nutzen".

Arge Offset nur Servicestelle
Dazu gründete die Wirtschaftskammer die Arge Offset als Servicestelle für die heimischen Unternehmen. Diese sei ausdrücklich von der Plattform für Gegengeschäfte zu unterscheiden, die im Wirtschaftsministerium eingerichtet ist und deren Aufgabe unter anderem die Anrechnung und Abrechnung der Gegengeschäfte ist.

"Durch die Tätigkeiten der Arge Offset ist es gelungen, dass rund 1.100 Unternehmen Informationen über die Gegengeschäfte erhalten haben, woraus 932 Geschäftskontakte und insgesamt anrechnungsfähige Gegengeschäfte in der Größenordnung von 887,6 Mio. Euro entstanden sind. Der Anteil der kleinen und mittleren Unternehmen an den Gegengeschäften beträgt in etwa 70 Prozent", so Mitterlehener.

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