Ragger

Kärnten-Wahl

"Witzbold" Ragger wird neuer FPK-Chef

Jurist übernimmt die FPK und soll Totalabsturz vermeiden.

Kurt Scheuch ist nach dem Desaster der Freiheitlichen in Kärnten bei der Landtagswahl als FPK-Chef abgetreten. Ihm folgt der bisherige Soziallandesrat Christian Ragger als geschäftsführender Parteiobmann. Ragger soll auch den einzigen, den Blauen gebliebenen Sitz in der Landesregierung bekommen.

 

"Held der Arbeit"
Obwohl erst vor wenigen Tagen 40 Jahre alt geworden, gilt Christian Ragger als "alter Hase" am politischen Parkett Kärntens. Ragger, der an heißen Tagen auch gerne einmal T-Shirts mit der Aufschrift "DDR-Held der Arbeit trägt", zog bereits 1999 - damals für die FPÖ - in den Kärntner Landtag ein. 2008 wurde er stellvertretender Klubobmann des BZÖ, nach der Wahl 2009 wurde er Soziallandesrat. Ragger gilt als sehr ehrgeizig, nun soll er die Kärntner Freiheitlichen - die nunmehrige FPK - nach dem Totalabsturz am Sonntag stabilisieren.

Die Freiheitlichen waren bei der vorgezogenen Landtagswahl am Sonntag von knapp 45 Prozent auf 17,11 Prozent als vorläufiges Ergebnis zurückgefallen. FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache hatte umgehend eine Erneuerung der Partei gefordert. Scheuch bestand am Sonntag noch darauf, Parteichef zu bleiben. Bei einer Vorstandssitzung am Montag wurde sein Rücktritt sowie die Nachfolge durch Ragger einstimmig angenommen.

Ragger sagte, seiner Partei seien über die vergangenen Jahre "Demut und Disziplin" abhandengekommen. Bei Bezirksparteitagen solle nun das katastrophale Wahlergebnis analysiert werden. Ob die FPK weiter bestehen bleibt oder sich wieder ganz, auch dem Namen nach, der FPÖ anschließt, blieb zunächst von Kärntner Seite ebenfalls offen. FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache forderte jedenfalls unmissverständlich einen großen "Wiedervereinigungs-Parteitag", damit seine Politik auch in Kärnten gelebt werde. Er wünschte sich zudem Ragger als dauerhaften Obmann einer FPÖ Kärnten.

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