niki fellner

Das sagt ÖSTERREICH

Die Arnautovic-Sperre ist unsportlich

Ein Kommentar von oe24-Chefredakteur Niki Fellner.

Österreich ist in der Causa Arnautovic mit blauem Auge davongekommen. Alles, was über diese Sperre von einem Spiel hinausgegangen wäre, wäre nicht argumentierbar gewesen. Dass ein Fußballplatz kein Mädchenpensionat ist, sollte ohnehin jedem hinlänglich bekannt sein.

Der Wut-Jubel von Arnie war sicher entbehrlich und alles andere als besonders intelligent – was er aber nicht war: rassistisch. Daher hätte eine Geldstrafe (an ein ka­ritatives Projekt überwiesen) vollkommen gereicht.

Umso verwunderlicher ist es, wie der ÖFB einen unserer wichtigsten Spieler in den letzten 48 Stunden im Regen stehen gelassen hat. Kein öffentliches Statement, keine mediale Gegen­offensive. Da sind wir ­gegenüber der UEFA mit viel zu wenig Selbstbewusstsein aufgetreten.

Ich behaupte: Wenn es sich statt Arnautovic um einen deutschen, französischen oder italienischen Spieler gehandelt hätte, dann wäre es niemals zu dieser Sperre gekommen.

Die heutige Arnautovic-Sperre gegen die Niederlande ist besonders bitter. Die UEFA verschafft uns damit einen klaren Wettbewerbsnachteil. Nur, weil man am „kleinen“ Österreich anscheinend ein Exempel statuieren wollte.

Unser Team sollte heute auf dem Platz die richtige Antwort auf dieses unsportliche Urteil geben. Ganz Österreich steht heute hinter euch – nach diesem Urteil noch mehr als zuvor!

  



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