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Tempo 100 auf gesamter West-Autobahn

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Der Streit um die Einführung von Tempo 100 auf der Westautobahn eskaliert. Nach Oberösterreich denken nun auch Niederösterreich und Salzburg an eine Einführung. Minister Gorbach kündigte ein Veto an.

Eine derartige Maßnahme könne von Oberösterreichs Landeshauptmann Josef Pühringer (V) nur für die Dauer von drei Monaten verhängt werden, so Gorbach. Darüber hinaus müsse es ein Einvernehmen mit dem Verkehrsminister geben, dieses sei aber nicht herzustellen. Das Tempolimit sei eine " Schnapsidee", ein "reines Ärgernis für die Autofahrer" und eine "Nullmaßnahme für die Umwelt", betonte Gorbach. Um den Feinstaub im Straßenverkehr zu senken, werde es künftig viel wichtiger sein, in neue Technologien zu investieren.

Grünen-Chefin Eva Glawischnig hingegen bezeichnete den Beschluss der Landesregierung, die nach dem vom Nationalrat beschlossenen Immissionsschutzgesetz handeln müsse, als "vernünftig und notwendig". Sie sprach von einem "ernst zu nehmenden Gesundheitsproblem" durch Feinstaub und Stickoxide im Raum Linz. Auf der verordneten Strecke käme es zu einem Zeitverlust von lediglich knapp zwei Minuten, so Glawischnig.

Der Verkehrsreferent der Landesregierung, Landeshauptmann-Stellvertreter Erich Haider (S), der wie seine Parteikollegen gegen die Erweiterung des Limits gestimmt hatte, kritisierte den Beschluss als "überhastete Maßnahme". In den vergangenen beiden Jahren sei es auch ohne " Tempo-100-Schikane" zu einer 15-prozentigen Reduktion der Feinstaubbelastung gekommen.

Unterdessen werden Pläne bekannt, Tempo-100-Zone auf der A1 auch in Niederösterreich einzuführen. Man halte die Geschwindigkeitsbeschränkung "grundsätzlich für richtig und möglich", hieß es aus dem Büro von Umweltlandesrat Josef Plank (V). Auch Erich Haiders Salzburger Parteikollege und Umweltlandesrat Othmar Raus zeigte sich als Verfechter eines Limits: Auf der Tauernautobahn (A10) sei die Luft durch Tempo 100 besser geworden, außerdem seien weniger Unfälle passiert, erklärte er gegenüber dem ORF-Radio.

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