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Umfrage

Vertrauen in Banken sinkt

Das Vertrauen der Österreicher in die Banken ist gesunken. Das geht aus einer aktuellen Studie hervor.

Schuld sind der BAWAG-Skandal, die Vorfälle in der Kärntner Hypo Alpe Adria Bank und die ausländische Übernahme österreichischer Banken. Jeder vierte der 1.000 repräsentativ befragten Österreicher gibt an, dass das Vertrauen in Banken gesunken ist. In der Berufsgruppe der Selbstständigen, freiberuflich Tätigen und Landwirte sind es sogar 40 Prozent. Durchgeführt wurde die Studie "Vertrauen der Österreicher in die Banken" von ACNielsen.

Sorgenpunkt: Spekulationsgeschäfte und Übernahmen
Am meisten Sorge bereiten den Österreichern die Spekulationsgeschäfte (44 Prozent) - die prominentesten aktuellen Fälle sind BAWAG und Hypo Alpe Adria - und ausländische Übernahmen österreichischer Banken (40 Prozent), wie etwa die erst jüngst erfolgte Übernahme der Bank Austria Creditanstalt (BA-CA) durch die italienische UniCredit.

Auch die Expansion der heimischen Banken nach Osteuropa bereitet 21 Prozent der Österreicher Sorgen, 27 Prozent sehen darin jedoch kein Problem.

Je älter desto sorgenvoller
Generell steigen die Sorgen über den Zustand der österreichischen Bankwelt mit dem Alter der Befragten. In der Gruppe der 24- bis 29-Jährigen etwa sehen 29 Prozent die Spekulationsgeschäfte mit Sorge, bei den über 40-Jährigen hingegen etwa die Hälfte.

Nur 14 Prozent der Befragten gaben an, ihr Verhalten in Bezug auf Banken ändern zu wollen - in der Gruppe der Selbständigen/freiberuflich Tätigen und Landwirte waren es 23 Prozent. Als unmittelbare Konsequenz wird am häufigsten ein Wechsel der Bank angegeben.

Vertrauen wieder herstellen
Maßnahmen der Banken, das Vertrauen in sie wieder zu fördern, haben 22 Prozent der Befragten bei Raiffeisen, 7 Prozent bei der Erste Bank und je 6 Prozent bei Bank Austria Creditanstalt (BA-CA) und den Sparkassen sowie 5 Prozent bei den Volksbanken wahrgenommen. Über die Wahrnehmung der BAWAG-Kundenrückgewinnungsaktionen seit dem heurigen Frühjahr findet sich in der Umfrage nichts.

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