EM 2020: David Alaba nach der 0:2-Pleite gegen die Niederlande

ÖFB-Stimmen nach der Oranje-Pleite

Alaba: 'Noch einmal Vollgas geben'

Österreich muss eine enttäuschende 0:2-Pleite gegen die Niederlande verdauen - hier die Stimmen zum Gruppen-Hit.

David Alaba (ÖFB-Kapitän): "Ich bin stolz auf die Mannschaft. Wir haben mutig gespielt, versucht uns nicht reinddrücken zu lassen. Wir waren gefühlt gut im Spiel und haben verrsucht unser Spiel druchzuziehen. Der Elfer geht auf meine Kappe. Das ist natürlich bitter. Die Verteidigung war im Großen und Ganzen in Ordnung. Wir können etwas Positives mitnehmen. Jetzt heißt es regenerieren und noch einmal Vollgas geben."

Andreas Ulmer (ÖFB-Linksverteidiger):

Zur Szene in 5. Minute:


"Ein Kontakt war da, aber wahrscheinlich zu wenig für einen Elfer."
 

Zum Spiel:


"Ich glaube, uns hat im Spiel mit dem Ball nach vorne etwas gefehlt. Aber es war in Ordnung. Wir haben noch ein Spiel. Jetzt müssen wir positiv weitermachen. Es ist noch nichts verloren. Wir haben probiert, nach vorne zu spielen. Es ist uns nicht so gut gelungen wie gegen Nordmazedonien. Das ist aber natürlich auch dem Gegner geschuldet. Wir brauchen uns nicht zu verstecken."

Franco Foda (ÖFB-Teamchef): 

"Wir waren zeitweise gut im Angriffsdrittel, aber dann hat die Durchschlagskraft gefehlt. Wir haben insgesamt zu wenig Tormöglichkeiten herausgespielt. Wir hatten gute Balleroberungen, aber haben ihn auch zu schnell wieder verloren. Wir waren insgesamt zu ungefährlich. In der zweiten Halbzeit konnten wir zeitweise Druck entwickeln, waren aber nicht entschlossen genug, zu wenig zielstrebig. Insgesamt im Spiel nach vorne etwas zu wenig.

Zum von Alaba verurschten Elfmeter:

"Der Elfer war eine unglückliche Situation, aber hätte man vorher schon klären können."

Zum nächsten Gegner Ukraine:

"Wir haben gewusst, dass Holland Favorit ist. Wir wollten punkten, das ist uns leider nicht gelungen. Jetzt gilt es zu analysieren und gut zu regenerieren. Wir haben gegen die Ukraine unser Finalspiel, da werden wir da sein - mit Marko Arnautovic."

 

Martin Hinteregger (Verteidiger Österreich):

"Grundsätzlich haben wir gar nicht so schlecht gespielt, aber ab 30 Metern vor dem Tor war es schwer. Wir haben keine Lösungen gefunden, sie haben top verteidigt. Wir sind nach dem frühen Gegentor nicht eingebrochen, aber es waren zu viele leichte Ballverluste. Die individuelle Klasse hat sich dann doch durchgesetzt. Gegen eine solche Mannschaft war das einfach zu wenig."

Daniel Bachmann (Tormann Österreich):

"Es war ein sehr schwieriges Spiel. Wir haben einige Halbchancen herausgespielt. Wir sind natürlich enttäuscht, aber wir wissen auch, dass das Spiel am Montag unser Finale sein wird. Beim Elfer habe ich sein Eck gewusst, aber er war extrem scharf." 

Leo Windtner (ÖFB-Präsident):

"Man muss die Qualität der Niederlande anerkennen, es ist mit dem Elfer nach zehn Minuten auch nicht glücklich gelaufen. Wir haben nicht die erhoffte kompakte Leistung abrufen können. Wir haben aber gewusst, dass alles passen muss, dass wir etwas mitnehmen können." Zu Arnautovic: "Im Hinterkopf ist das sicher mit dabei. In der Phase nach der Halbzeit hätte uns der Impuls Marko Arnautovic gut getan. Wir können den Punkt am Montag gegen die Ukraine sicherlich machen. Wir haben die Entschlossenheit und das Zeug."

Frank de Boer (Teamchef Niederlande):

"Ich bin sehr stolz, es war eine wirklich gute Leistung von uns. Natürlich geht es noch besser. Es war ein Gegensatz zur Ukraine. Da hätten wir defensiv besser sein können, heute war die Defensive besser. In der Offensive war ich nicht so zufrieden, wir haben den Ball einige Male schnell verloren. Das Turnier ist noch jung, wir können noch wachsen. Wir haben das Spiel dominiert, das macht mach für die nächsten Partien zuversichtlich."