Toto Wolff

Formel 1

Mercedes hofft auf neue Teile

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Das kommende Rennwochenende in Miami ist für Mercedes richtungsweisend. 

Mit 77 Punkten fährt der achtfache Konstrukteursweltmeister derzeit extrem hinterher. Auf Leader Ferrari fehlen mittlerweile 47 Punkte. Beim letzten Grand Prix in Imola wurde der Leistungsunterschied besonders deutlich. Superstar Lewis Hamilton erreichte nur den 13. Rang. Die Saison der Silberpfeile steht schon vor dem fünften Rennen auf der Kippe. Das Hauptproblem nennt sich "Porpoising" - der Wagen "hüpft" zu sehr auf dem Asphalt. Was wiederum die Leistung auf der Strecke drastisch senkt. Im Mercedes-Werk in Brackley rauchen nach wie vor die Köpfe, eine Lösung des Problems war bisher nicht in Sicht. Teamchef Toto Wolff: "Wir verstehen das Auto noch nicht."

Mercedes-Entwickler in Alarmbereitschaft

Das soll sich bei der Premiere des Großen Preises von Miami nun aber ändern. "Wir müssen eine höhere Bodenhöhe einstellen, und das bedeutet weniger Performance", erklärt Andrew Shovlin, der Leiter des Mercedes-Einsatzteams an der Rennstrecke. "Vielleicht können wir schon in Miami einige Teile ans Auto bringen, die uns hoffentlich Aufschluss darüber geben, ob wir uns in die richtige Richtung bewegen", macht er den Fans Hoffnung. Es wird wohl auch die letzte Chance sein, in der WM die Aufholjagd zu starten. Sollten die neuen Teile auch keine Steigerung bringen, wird bereits spekuliert, dass die Silberpfeile die Saison 2022 offiziell abschreiben könnten. Und dann würde der Fokus voll auf der Entwicklung des Autos fürs nächste Jahr liegen. Ein womöglich entscheidender Vorteil gegenüber der Konkurrenz

Russell lässt die Nr. 1 Hamilton alt aussehen

Einzig George Russell liegt bei Mercedes aktuell einigermaßen im Plansoll. Der 24-Jährige liegt in der Fahrerwertung auf Rang vier (49 Punkte), kommt mit dem Auto wesentlich besser zurecht als sein Teamkollege Hamilton (29 Punkte). Was die vermeintliche Nummer 2 bei Mercedes dem siebenfachen Weltmeister voraus hat: In den letzten Jahren bei Williams konnte er auf einem leistungsschwächeren Gefährt Erfahrung sammeln. Hamilton saß seit seinem F1-Debüt 2007 hingegen stets in konkurrenzfähigen Autos. 

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