Golf-Proette Christine Wolf bei Olympia

72er-Umlauf in zweiter Runde

Golf-Ass Wolf fällt auf Rang 39 zurück

In der zweiten Olympia-Golfrunde der Damen muss Christine Wolf einen Dämpfer einstecken. Der 32-Jährigen gelingt nur ein 72er-Umlauf (eins über Par).

Golf-Proette Christine Wolf hat nach ihrer 71er-Auftaktrunde am Donnerstag einen 72er-Umlauf (eins über Par) beim olympischen Golfturnier der Frauen folgen lassen. Damit verlor sie im Kampf um eine gute Platzierung an Boden und liegt nun mit 143 Schlagen (eins über Par) auf dem geteilten 39. Rang. Im Kasumigaseki Country Club vergab die 32-jährige Tirolerin ein besseres Ergebnis am 13. Loch, wo ihr ein Doppel-Bogey unterlief. Es führt die US-Amerikanerin Nelly Korda.

Wolf zeigte auf der "front nine" des Par-71-Platzes eine gute Leistung. Am vierten Loch gelang ihr ein Birdie, dem sie auf der fünften Bahn ein Bogey folgen ließ. Loch sechs bescherte der Tirolerin, die auf dem Platz von Mutter Andrea als Caddie unterstützt wird, erneut ein Birdie. In der Folge zeigte sie konstant solides Golf, bis ausgerechnet das 13. Loch Unglück brachte. Dort verschlug Wolf den Ball ins Rough, zwei Extraschläge und damit ein Doppel-Bogey waren die Folge. Die restlichen fünf Löcher spielte sie jeweils Par. Das bedeutete einen Rückfall auf Platz 39 unter 60 Starterinnen.

Wolf: "Doppelbogey hat mir bisserl das Genick gebrochen"

"Vom Spiel her war es eigentlich viel besser als gestern, von dem her ist es enttäuschend, dass der Score schlechter war. Das Doppelbogey hat mir dann ein bisserl das Genick gebrochen", meinte Wolf nach ihrer 2. Runde im ORF-Interview und trauerte ein wenig den vergebenen Gelegenheiten nach. "Ich habe ganz locker rausgespielt und habe dann gleich einmal Fairways und Grüns getroffen, einige Chancen gehabt und leider nicht so viele verwertet."

Mit einer 62er-Runde in Führung gespielt hat sich US-Favoritin Nelly Korda. Mit einem Doppel-Bogey am letzten Loch vergab die 23-Jährige ein noch besseres Ergebnis, sie hält gesamt bei 129 Schlägen. Die Tochter des ehemaligen tschechischen Tennisprofis Petr Korda geht nun mit vier Strokes Vorsprung auf ein Trio in den dritten Tag. Dieser könnte womöglich auch der letzte im Golfturnier der Frauen sein, denn es droht eine Verkürzung wegen eines möglichen Unwetters. Am Samstag, dem ursprünglich geplanten Finaltag, könnte nach den Vorhersagen der Meteorologen eine tropische Wetterlage über dem Kasumigaseki Country Club im Norden Tokios entstehen.

Hoffen auf Wetteränderung

"Wir haben den Spielerinnen mitgeteilt, dass wir möglicherweise gezwungen sind, das Turnier auf 54 Löcher zu reduzieren", sagte die technische Delegierte des Turniers, Heather Daly-Donofrio. "Wir werden die Wetterlage weiter verfolgen." Wann diese Entscheidung getroffen wird, steht noch nicht fest. "In einer idealen Welt würden wir das entscheiden, bevor die Spielerinnen in ihre dritte Runde starten. Wir hoffen, dass sich die Wetterlage ändert und wir dann am Samstag unsere letzte Runde sauber zu Ende spielen können", sagte Daly-Donofrio.