Skispringen

Blech! Lisa Eder schrammt an Olympia-Medaille vorbei

Die 24-jährige Skispringerin Lisa Eder wurde auf der Normalschanze in Predazzo 4.

Predazzo. Skispringerin Lisa Eder ist im Bewerb von der Normalschanze bei den Olympischen Spielen ohne Medaille geblieben. Die Salzburgerin musste sich am Samstag in Predazzo mit dem vierten Platz begnügen, 4,5 Punkte fehlten auf Bronze-Gewinnerin Nozomi Maruyama aus Japan. Gold ging überraschend an die Norwegerin Anna Odine Ström, die die große Favoritin Nika Prevc aus Slowenien um 1,1 Punkte hinter sich ließ. Julia Mühlbacher wurde 22., Lisa Hirner belegte den 24. Platz. 

"Das tut weh. Irgendwer muss Vierte sein, ich wollte es nicht sein", meinte Eder in der ersten Reaktion, nachdem sie in dieser Saison zur Leaderin im rot-weiß-roten Skisprung-Team gereift war und sich berechtigte Hoffnungen auf eine Medaille gemacht hatte. In Einzelbewerben sprang sie insgesamt neunmal aufs Stockerl, zuletzt gelang ihr am 21. Jänner in Zao auf der Normalschanze ihr erster Weltcup-Sieg. "Ich wollte eine Medaille haben", bekräftigte Eder. "Blöd, schade", konstatierte ÖSV-Cheftrainer Thomas Diethart.

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© Laola

"Echt verkrampft" im ersten Durchgang

Nach dem ersten Durchgang lag Eder nach einem Sprung auf 95 m auf Rang fünf. "Der erste war echt schlecht, war echt verkrampft", schilderte sie danach diesen Versuch. Den ganzen Tag über sei sie schon nervös gewesen, gestand Eder. In der Entscheidung der besten 30 setzte die 24-Jährige bei 100 m auf und bekam gute Noten, womit das Zittern begann. Für etwas Glänzendes reichte es am Schluss nicht. "Der zweite war ein bissl besser, aber ich wollte einen Angriff nach vorne machen, das ist mir nicht gelungen. Es war einfach zu wenig."

Groß war die Enttäuschung auch bei der Saison-Dominatorin Prevc, die in der Mixed Zone dementsprechend einige Tränen vergoss, und den vielen Fans, die wegen ihr aus dem nahen Slowenien gekommen waren. 13 Siege hatte die Slowenin im Weltcup gefeiert. Die 27-jährige Ström hatte dagegen nur einmal gewonnen, im Dezember in Wisla von der Großschanze. Nun verwies sie Prevc mit Sprüngen auf 100 und 101 m auf das Silber-Treppchen.

Hirner mit Skisprung-Bestleistung

Mühlbacher meinte, ihr erster Durchgang sei schlecht gewesen. "Rein ergebnistechnisch spiegelt es überhaupt nicht meine Leistung wider", sagte sie. "Das ist natürlich schade, aber das Leben geht weiter. Abhaken, wir sind noch nicht fertig. Das war erst der Start." Für Kombiniererin Hirner war der 24. Rang die beste Platzierung überhaupt bei den Spezialspringerinnen. "Ich habe das richtig genießen können. Ich habe im zweiten noch eine Schippe drauflegen können. Das Gefühl nehme ich jetzt mit", sagte die Steirerin. Die Wienerin Meghann Wadsak verpasste als 35. den zweiten Durchgang.

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