Machtdemonstration der Silberpfeile im hohen Norden! Mercedes dominiert das Sprint-Qualifying beim Großen Preis von Kanada nach Belieben und sichert sich die komplette erste Startreihe.
Mercedes hat am Freitag das Sprint-Qualifying der Formel 1 in Kanada mit einem gewaltigen Respektabstand zur Konkurrenz dominiert. Der britische Vorjahressieger George Russell holte sich die Poleposition für den allerersten Sprint in Montreal überhaupt am Samstag (18:00 Uhr/live ServusTV, Sky & Sport24-Liveticker). Er setzte sich hauchdünn vor seinem italienischen Teamkollegen und WM-Spitzenreiter Kimi Antonelli (+0,068 Sek.) durch. Dahinter reihte sich das McLaren-Duo mit Weltmeister Lando Norris (+0,315) und Oscar Piastri (+0,334) ein.
Upgrades zünden im Stallduell
Damit schlug WM-Verfolger Russell im packenden Stallduell gegen Antonelli vorerst zurück, nachdem er zuletzt in Miami noch klar hinter dem 19-jährigen Teenager gelegen war. „Es fühlt sich gut an. Ich hatte nie Selbstzweifel“, jubelte Russell. Die Silberpfeile brachten mit vollem Erfolg einige Upgrades zum Circuit Gilles-Villeneuve. „Es fühlt sich großartig an, wir haben einen Schritt nach vorne gemacht“, betonte der Brite. In der WM-Wertung führt Antonelli, der zuletzt dreifacher Grand-Prix-Sieger war und am Freitag die Bestzeit im einzigen Freien Training markiert hatte, derzeit mit 20 Punkten Vorsprung vor Russell.
Ferrari lauert, Verstappen schwächelt
Die Ferraris von Rekordweltmeister Lewis Hamilton (+0,361) und Charles Leclerc (+0,445) gehen von den Plätzen fünf und sechs in das kurze Rennen am Samstag. Red-Bull-Dominator Max Verstappen (+0,539) musste sich hingegen mit dem enttäuschenden siebenten Rang begnügen, knapp vor seinem Teamkollegen Isack Hadjar (+0,640). Fernando Alonso sorgte im ersten Qualifying-Abschnitt für eine Rote Flagge, nachdem der Spanier mit seinem Aston Martin nach einem heftigen Verbremser in der Streckenbegrenzung eingeschlagen war.
Drama um Tierliebhaber Albon
Die einzige Trainingseinheit zuvor hatte zweimal unterbrochen werden müssen. Zunächst war Liam Lawson von den Racing Bulls mit seinem Boliden stehen geblieben, später kollidierte Alexander Albon auf der Strecke tragischerweise mit einem Murmeltier. Der demolierte Williams-Wagen des Tierliebhabers aus Thailand, der sich zuhause mit seiner Familie um Katzen, Hunde und Pferde kümmert, musste abgeschleppt werden. Beide Piloten konnten am anschließenden Sprint-Qualifying nicht teilnehmen.