In der neuen Saison gibt es am Samstag keine Bundesliga mehr im ORF.
Nur sechs europäische Fußballligen bekommen künftig noch weniger als 38 Millionen TV-Gelder, die Sky ab kommender Saison der Bundesliga zahlt: Die griechische (33), rumänische (30), Schweizer (23), tschechische (18), ungarische (20), und als Schlusslicht die zypriotische (17). Bedenklich aber, dass die polnische Ekstraklasa (unter anderem durch Canal+) 77 Millionen kassiert, auch Norwegen (69) und Dänemark (63) deutlich mehr bekommen. Nächste Saison wird die TV-Präsenz von Österreichs Bundesliga noch geringer sein: Denn der ORF verzichtet auf die bisher übliche Samstag-Zusammenfassung kurz nach 19 Uhr. Die Entscheidung hat die Programmdirektorin am Küniglberg bereits getroffen. Die Bundesliga soll bisher nicht versucht haben, dies rückgängig zu machen.
Wann reagiert das Rapid-Präsidium?
Das bedeutet, dass Rapid-Fans, sofern sie kein Sky-Abonnement besitzen, künftig bis Sonntagabend warten müssen, um die grün-weißen Highlights zu sehen, falls es welche gibt. Viele waren es ja zuletzt nicht. Großen Umbau soll es keinen geben, Sportchef Markus Katzer kündigte an, wieder einige Transfers in der Pipeline zu haben. Das klingt nach den letzten Erfahrungen alles andere als erfolgversprechend. Auch die Behauptung, wonach die Rapid-Versager am Transfermarkt gefragt sind und es genug Angebote gibt, ist nicht wirklich glaubhaft. Ziemlich verwunderlich ist die Inaktivität des grün-weißen Präsidiums um Präsident Alexander Wrabetz. Oder bezeichnend für die Lage. Offenbar zählt die Kontinuität des sportlichen Misserfolgs, der die bisherige Amtszeit begleitet, zum Programm.