Jury-Abbruch

Skisprung-Krimi in Predazzo nach Wettersturz entschieden

Ein heftiger Wettersturz hat das Finale des olympischen Super-Team-Bewerbs in Predazzo am Montagabend in ein pures Chaos verwandelt. Die Jury sah sich nach einem massiven Schneesturm zum Abbruch gezwungen.

Dramatische Szenen am Montagabend im olympischen Skisprung-Stadion von Predazzo. Mitten im spannenden Kampf um die Medaillen setzte plötzlich extremer Schneefall ein, der die Schanze innerhalb kürzester Zeit in eine weiße Wand verwandelte. Während Jan Hörl (27) und Stephan Embacher (20) bereits zuvor in einer eigenen Liga sprangen, wurde das Wetter im dritten Durchgang zum alles beherrschenden Thema.

Zauderhafte Jury und Fan-Wut

Kurz vor den letzten sechs Springern wurde die Situation an der Schanze immer kritischer. Neben dem starken Schneetreiben sorgte unberechenbarer Aufwind für unfaire Bedingungen und ein gefährliches Management des Wettkampfs. Als Polens Kacper Tomasiak (19) bei den widrigen Bedingungen auf 124,5 Meter abstürzte, zog die Rennleitung endgültig die Reißleine. Die Fans im Stadion quittierten die Entscheidung mit lautstarken Buhrufen, da sie das Finale gerne sportlich beendet gesehen hätten.

Abbruch nach nur vier Sprüngen

Nach einer langen Verzögerung und hitzigen Diskussionen folgte die bittere Entscheidung: Der dritte Durchgang wurde komplett gestrichen. Für die Endwertung zählte somit lediglich das Ergebnis nach dem zweiten Durchgang, also nach nur vier statt der geplanten sechs Sprünge. Während Österreich damit das Gold sicher hatte, blieb für andere Teams nur der Frust über das Wetter und die strittigen Jury-Entscheidungen, die bereits zuvor bei den Frauen für Kritik gesorgt hatten.

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