(c) GEPA

Kurzbahn-EM

Nur wenige Stars verzichten

Kurzbahn-EM in Helsinki wird sportlich großartig - nur wenige Favoriten verzichten wegen Langbahn-WM im März.

Die 10. Kurzbahn-Schwimm-Europameisterschaften von Donnerstag bis Sonntag in Helsinki sind trotz der nicht fernen Langbahn-WM Ende März in Melbourne sehr gut besetzt. Nur drei aller Titelverteidiger von den Titelkämpfen 2005 in Triest werden im "Mäkelänrinne Swimming Center" nicht antreten, darunter Markus Rogan über 200 m Rücken. Die übrigen fehlenden Triest-Sieger sind die Dänin Louise Oernstedt (50 m Rücken) und der Brite Mark Foster (50 m Kraul).

Oernstedt zieht den Medaillen im hohen Norden wie Rogan das Training für die WM vor, Foster liegt mit seinem Verband im Clinch. Der Niederländer Pieter van den Hoogenband verzichtet wie auch sonst auf die 25-m-Titelkämpfe, sonst stellen sich aber die meisten Asse der Konkurrenz. Bemerkenswert ist das erstmalige Antreten von Laszlo Cseh über 200 m Delfin, der dreifache Titelträger von Triest versucht sich auch noch über 100 und 400 m Lagen.

Jungstar Manaudou
Zum Star der EM könnte Laure Manaudou werden. Die nun 20-jährige Französin hatte in Triest u.a. mit Weltrekorden über 400 und 800 m Kraul beeindruckt, und ist auch ein Jahr später in absoluter Top-Form. Bei den nationalen Meisterschaften am vergangenen Wochenende heimste die exzentrische Athletin acht Titel und sechs französische Rekorde ein. Ihre einzige Sorge ist nun freilich, dass sie sich dabei zu sehr verausgabt hat.

Knapp 500 Athleten aus 36 Nationen haben für die Helsinki-Bewerbe genannt. Deutschland stellt mit 41 Aktiven vor Frankreich mit 35 und Großbritannien mit 32 die größte Equipe. Gastgeber Finnland bringt 30 Leute an den Start. Die Deutschen sind Favorit darauf, wie auch in den vergangenen Jahren die Medaillen-Wertung zu gewinnen. Im Vorjahr setzte sich das DSV-Team aber nur durch ein Plus an Bronze-Medaillen vor Polen durch.

Österreicher backen kleinere Brötchen
Durch den Startverzicht von Markus Rogan, Mirna Jukic und Fabienne Nadarajah darf der OSV heuer nicht mit einer Medaillenflut rechnen. Schade, denn bislang konnten OSV-Schwimmer bei neun Kurzbahn-Europameisterschaften immerhin 26 Mal Edelmetall aus dem 25-m-Becken fischen. Die erfolgreichste EM war 2004 in Wien, wo Österreich gleich über sieben Medaillen jubeln durfte. Insgesamt haben Österreichs Athleten bislang sieben Kurzbahn-Goldmedaillen errungen - zuletzt drei Mal Markus Rogan.