ÖSV-Frauen angriffslustig in Zauchensee-Super-G

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ÖSV-Frauen angriffslustig in Zauchensee-Super-G

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Die Abfahrtssiegerin Gut-Beharami ist auch am Sonntag im Pongau Favoritin.

Österreichs im Olympia-Winter nach wie vor sieglose ÖSV-Frauen haben für den Super-G am Sonntag (ab 11.30 Uhr im Sport24-LIVE-Ticker) in Zauchensee Angriffslust versprochen. "Nachzulegen wäre ein Traum. Es soll ja auch im Super-G weiter nach vorne gehen", hat sich etwa die Abfahrts-Dritte Ramona Siebenhofer vorgenommen. Die Schweizerin Lara Gut-Behrami ist nach ihrem Abfahrtstriumph auch im Super-G Mitfavoritin, der Start von Sofia Goggia war nach deren Riesencrash hingegen unsicher.

Goggia hat in Lake Louise und Val d'Isere zwei der bisher vier Super-G gewonnen und führt auch die Weltcup-Gesamtwertung in dieser Disziplin an. Sie hält wie Landsfrau Deborah Compagnoni bei 16 Weltcupsiegen und bekäme nach der misslungenen Abfahrt am Sonntag erneut eine Chance, die bei 17 haltende Federica Brignone als erfolgreichste Italienerin im Weltcup einzuholen. "Mir tut alles weh. Warten wir einmal ab, wie es mir am Sonntag nach dem Aufstehen geht", ließ Goggia ein Antreten zunächst offen.

Puchner: " Werden attackieren"

Die anderen zwei Super-G, beide in St. Moritz, gingen an Weltmeisterin Gut-Behrami bzw. eben Brignone. Für das bisher einzige ÖSV-Saisonpodest in dieser Disziplin hat Mirjam Puchner als Dritte beim Auftaktrennen in Kanada gesorgt. "Der Super-G wird wieder eine Challenge, wir werden attackieren", versprach die enttäuschte Abfahrts-17. aus Salzburg, die am Sonntag mit Startnummer acht ins Rennen geht.

Tamara Tippler kommt schon mit Nummer drei. Die Steirerin hat viel zu gewinnen, ist sie mit sieben Super-G-Podiums ohne Sieg doch aktuelle "Rekordhalterin". Österreichs letzte Super-G-Siegerin und damit auch letzte Gewinnerin eines Speedbewerbs war die nach Verletzung aktuell immer noch nicht rennbereite Vorarlbergerin Nina Ortlieb im Februar 2020 in La Thuile. Für den letzten ÖSV-Heimsieg im Super-G sorgte Renate Götschl im Dezember 2006 auf der Reiteralm.

Hütter ohne Rennstart - "Schmidi" Vorläuferin

"Neues Rennen, neuer Mut", versprach Tippler nach Platz 27 in der für sie enttäuschenden Abfahrt. "Beim Rennfahren passieren halt Fehler." Ähnlich sah es Christine Scheyer nach ihrer "verhunzten Fahrt" auf Platz zehn der Abfahrt.

Am Sonntag nicht am Rennstart sind die beiden Steirerinnen Cornelia Hütter und Nicole Schmidhofer. Letztere wollte es aber zumindest als Vorläuferin probieren. "Es geht darum, auf einer harten Piste ohne Renndruck fahren zu können", erklärte Schmidhofer. Im Dezember in Lake Louise war Schmidhofer beim Comeback ein Jahr nach ihrer schweren Knieverletzung überraschend 15. geworden. Sie will sich mit der Übung am Sonntag stressfrei auf Cortina vorbereiten.

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